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Akinari, Ueda

Ueda Akinari (geb. 25. Juli 1734 in Osaka; gest. 8. August 1809 in Kyoto) war ein japanischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler.

Leben und Schreiben

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Ueda Akinari wurde 1734 in Osaka/Japan geboren. Seit Vater war vermutlich Kobori Samon, ein Nachkomme des berühmten Teemeisters Kobori Enshu, der bei Akinaris Geburt bereits gestorben war. Die Mutter, die Tochter eines Dorfvorstehers, gab das Kind wenige Jahre nach der Geburt zur Adoption frei. Er wurde von Ueda Mitsuyoshi, einem verarmten Samurai, der eine Papier- und Ölhandlung betrieb, adoptiert.

Eine Pockenkrankheit im Kindesalter war für die Verkrüppelung einiger Finger und für eine Gehirnhautentzündung die zu epileptischen Anfällen führte, verantwortlich. Dadurch wurde Akinari zum Sonderling, der sich schon früh mit den Werken? der chinesischen? Klassik beschäftigte und in Haikai-Zirkeln – der bei uns meist gebrauchte Begriff Haiku entstand erst im 19. Jahrhundert - dichterische und schriftstellerische Fähigkeiten aneignete. Insgesamt sind rund 2000 Kurzgedichte? von ihm erhalten.

1760 heiratete Akinari Ueyma Tam Akinari. Im Jahr darauf starb sein Adoptivvater und er musste das väterliche Geschäft übernehmen. Seine Erstlingswerke?, „Weltliche Affen mit Ohren für allerlei Künste“ (Shodo Kikimimi Sekenzaru, 1766) und „Charakterbilder weltlicher Frauenzimmer“ (Seken Tekage Katagi, 1767) waren realistische Sittenschilderungen des Bürgeralltags in den Städten. Über die Bekanntschaft mit dem Gelehrten Fujitani Nariakira kam Akinari mit chinesischen „phantastischenErzählungen in Kontakt und begann selbst, eine entsprechende Sammlung? zu schreiben.

Die „Erzählungen unterm Regenmond“ (Ugetsu Monogatari) waren vermutlich bereits 1768 fertiggestellt, wurden jedoch erst 1776 gedruckt?. Nachdem 1771 das elterliche Geschäft abgebrannt war, konnte Akinari sich voll seinen wissenschaftlichen und literarischen Neigungen widmen. Er war zeitweise als Arzt tätig, zog sich jedoch nach einem tragischen Todesfall aus diesem Metier zurück. Mit literaturwissenschaftlichen Arbeiten z.B. zum Thema Phonetik? machte er sich einen Namen. Für das phantastische Genre ist neben dem o.e. Werk das "Harusame Monogatari" (Erzählungen vom Frühlingsmond), an dem er von 1800 bis 1807 schrieb, als bedeutendes Zeugnis literarischen Schaffens erhalten. 1809 starb Akinari in Armut.

Foto: Reichert / www.wikipedia.org

Werke

  • Erzählungen beim Frühlingsregen (Harusame Monogatari), Insel Verlag, 2. Aufl., Frankfurt am Main 1994, ISBN: 978-3458166283
  • Unter dem Regenmond (Ugetsu Monogatari), dtv, München 1991, ISBN: 978-3423112956

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