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Bibliomania

von
Steven Gilbar & Christian Detoux

Eine Sammlung literarischer Fakten und Kuriositäten

"Alle Begeisterten vereint der Glaube, dass Bücher etwas bewegen, und solange solche Freunde des Buches leben, so lange wird die Literatur blühen und gedeihen."
(Steven Gilbar)

Welche zehn unantastbaren Rechte ein Leser im Allgemeinen hat, was man unter Bibliomanie? versteht und wie George Orwell? im wirklichen Leben hieß, sind nur Bruchstücke dieses liebevoll zusammengestellten Sammelsuriums aus dem Hause Dörlemann.

Viele Menschen kennen sie: die Leidenschaft zum Buch, die Affinität zum gedruckten Wort, das Bestaunen voll bestückter Regale beim Buchhändler und die damit verbundene, fast schmerzvolle Entscheidungsfindung, welches Buch man nun gezielt mit nach Hause tragen könnte. Wo man sie doch am liebsten alle mitnehmen würde!

Daheim ein sich ständig aufstockender Stapel ungelesener Bücher, der in den literaturaffinen Forenkulturkreisen auch liebevoll als SuB bezeichnet wird, ist hierbei nur eines von vielen Indizien, die zur Diagnose der Bibliomanie führen. Denn Bücher brauchen Zeit, doch diese rennt uns förmlich davon. Wir kaufen auf Vorrat. Wir hamstern und kennen keine Grenzen. Wir sind notorische Bibliomanen …

"Jeder denkt, ich sei total verrückt nach Sex. In Wahrheit lese ich viel lieber ein gutes Buch."
(Madonna)

Durch zahlreiche Zitate? untermauert und ausgeschmückt, bietet diese Lektüre nicht nur einen kurzen Ausflug in die Geschichte des Buchdrucks, sondern erzählt auch Dinge und Umstände, auf die der Leser im Normalfall nicht unbedingt aufmerksam geworden wäre. Oder wussten Sie, dass Mark Twain das erste aller maschinengeschriebenen Manuskripte eingereicht hat? Oder welches das älteste Buch in deutscher Sprache ist?

Ein ganz besonderes Sammelsurium mit interessanten Listen, ein Schmankerl der etwas anderen Art für zwischendurch, das sich nicht nur leicht und flüssig lesen lässt, sondern sicher noch einige Male dazu animiert, aus dem Regal genommen und erneut quergeschmökert zu werden. Gern auch als Lektüre neben der Bettlektüre, als Buch neben dem Buch.

Durch die bunt zusammen gewürfelten Informationen, seien sie von großer Bedeutung oder trivialer Natur, ist eines sicher: Hin und wieder stößt der Leser auf Schriftsteller oder Buchtitel, die neugierig machen. Namen, die einem "dunkel" etwas sagen und dazu ermuntern, nachzufassen, sich einem Buch zu widmen, auf das man so ohne weiteres beim Buchhändler nicht gestoßen wäre. Ein Buch-Buch, das, kurzum gesagt, Lust auf mehr macht.

Originalbeitrag unter www.literatina.de

Literaturangaben

  • Gilbar Steven / Detoux Christian: Bibliomania. Ein listenreiches Buch über Bücher, Dörlemann Verlag, Zürich 2006, 159 S., 16 €, ISBN: 978-3908777243


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