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... bis meine Seele an mich schrieb

von
Christa Eckert

Das Buch ist 2003 als Erstlingswerk der Autorin im Verlag Via Nova erschienen. Die Autorin lädt den Leser zu einer Abendteuerreise in die Vergangenheit der Protagonistin Ines ein. In ihr liegen der Kummer, die Not und der Schmerz der Hauptakteurin verborgen, die irgendetwas mit ihrer Tochter Cleo zu tun haben.

Alles beginnt mit einem so genannten „Zufall“. Ines wird von ihrer Freundin Elena zur Teilnahme an einem Kreativitätsseminar überredet. Die Reise beginnt, ohne dass Ines das bewusst wäre. Die zaghafte Stimme ihrer todtraurigen Seele beginnt behutsam und in ganz kleinen Schritten Ines Zugang zu ihrem Trauma zu ermöglichen. Die unterschiedlichsten, hilfreichen Wegbegleiter und Seminarangebote gesellen sich wie selbstverständlich immer zum richtigen Zeitpunkt an ihre Seite, wenn „ Ines dazu bereit ist“.

Christa Eckert? versteht es in einem flüssigen, leicht lesbaren, fesselnden Stil zu formulieren?. Ihre Sprache ist klar und anschaulich. Als Stilmittel? verwendet sie Tagebucheinträge, Briefwechsel und Dialoge?. Die Autorin schafft es, die Spannung beim Leser bis zur letzten Seite zu erhalten, auch wenn es schon sehr früh Andeutungen gibt, was der Kern der Not von Ines sein könnte. So sehnt sich vermutlich manch einfühlsamer Leser danach: Ines möge sich möglichst schnell ihrem Schmerz stellen, um ihn dann verarbeiten und loslassen zu können.

„…bis meine Seele an mich schrieb“ ist für mich ein Roman, der Mut macht, die Gespenster der Vergangenheit zu betrachten, sie anzunehmen und zu heilen bzw. als Schatz zu hüten, weil er uns zu dem Menschen macht, der wir sind. Denn solange Geister im Verborgenen spuken, rauben sie uns unendlich viel Lebenskraft. Dabei ist es wichtig, sein persönliches Lebenstempo und seine individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Sehr anschaulich durfte ich erleben, wie sich die Dinge fügen, als Ines bereit dazu war, hilfreiche Angebote zu erkennen und sie diese annehmen konnte. Denn erst dann wird ein freies und glückliches Leben immer mehr möglich, in dem Mann oder Frau die eigenen Potenziale leben kann.

Das Buch ist ein spannender Roman, der Mut macht, sein Leben bewusst in seine Hände zu nehmen und die mögliche Regentschaft der Vergangenheitsgespenster zu beenden. Alles in allem ein wundervolles Buch.

Autorin: Christine Striebel

Literaturangaben

  • Eckert, Christa: …bis meine Seele an mich schrieb. Roman. Verlag Via Nova, 2003, 216 S., 16,50 €, ISBN 978-3936486360


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