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Bucheinband

Der Bucheinband ist die äußere Hülle eines Buches. Man unterscheidet verschiedene Einbandtypen, beispielsweise Hardcover? und Taschenbuch.

Neben dem Buchblock? stellt der Einband das wesentliche Element bei der Buchbindung dar. Die Buchbindung selbst und der Beruf des Buchbinders besitzen eine bereits lange Geschichte.

Fester Einband

Die geläufige Bezeichnung für einen festen Einband lautet Hardcover?. Fest eingebundene Bücher haben meist einen runden Rücken. Der feste Umschlag besteht dabei aus drei Teilen: Vorderdeckel?, Rücken? und Hinterdeckel?, welche durch Papier oder Leinen zu einem Gesamtumschlag verbunden werden. Die Kanten des Einbandes ragen über den Buchblock hervor. Sehr oft wird um das so gebundene Buch noch ein Schutzumschlag gelegt.

Der Schutzumschlag

Der Schutzumschlag findet bis auf wenige Ausnahmen nur beim Hardcover Verwendung. Neben der Schutzfunktion werden auf das meist feste und glänzende Papier Informationen wie Buchtitel, Buchautor und ein grafisches Motiv gedruckt. Bücher mit Schutzumschlag besitzen darunter häufig einen Leineneinband.
Der Schutzumschlag ist im 19. Jahrhundert aus der illustrativen Gestaltung des Umschlages entstanden - des leichten Einbands aus Papier oder Karton bei Broschuren und Kartonagen.

Broschur

Die einfachste Art des Bucheinbandes ist die Broschur?. Der Umschlag besteht hier lediglich aus Karton, der direkt auf den geraden Rücken des Buchblocks geklebt wurde. Besteht der Umschlag aus flexiblem Karton oder einem Kunststoff, spricht man von einem Softcover. Anwendung findet die Broschur vornehmlich beim Paperback?, dem Taschenbuch.

Die Broschur ist nicht mit der Broschüre? identisch - diese meint lediglich kleinere broschierte Druckerzeugnisse.

Englische Broschur

Ein geklebter Buchblock, dessen Kartonumschlag vierfach gerillt wird, nennt sich Englische Broschur. Über den Karton kommt noch ein Umschlag aus bedrucktem Papier, der nur am Rücken angeklebt wird und Klappen hat, die auf der Vorder- und Hinterseite eingeschlagen werden.

Französische Broschur

Die Französische Broschur ist eine so genannte Übergangsbindung. An den Rücken eines gehefteten Buchblocks wird provisorisch ein wieder leicht zu entfernender Schutzumschlag angeklebt. Die französische Broschur wird heutzutage nur noch sehr selten verwendet, war in früheren Zeiten aber durchaus verbreitet. Nach dem ersten Lesen konnte man sein Buch von einem Buchbinder einbinden lassen, wodurch es in einer Bibliothek optisch einen wertvolleren Eindruck machte.

Japan-Bindung

Eine exotische Bindung ist die Japan-Bindung. Diese Bindung wird besonders geschätzt beim Druck von sehr kontrastreichen Motiven wie etwa Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Bei der Japan-Bindung wird der Buchblock an der Vorderseite nicht aufgeschnitten. Dadurch entstehen Blätter, bei denen von vier Seiten, die eine Art Schlaufe bilden, nur die zwei äußeren bedruckbar sind. Somit dringt das Bildmotiv nicht zur folgenden oder vorherigen Seite durch, was die Optik des Bildes schmälern würde.

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