Hauptseite | Buchmenschen | Buchmenschen-Register | D | Dost, Bernd


Dost, Bernd

http://www.buecher-wiki.de/uploads/BuecherWiki/th128---ffffff--bernd-dost.jpg.jpg

Bernd Dost (geb. 16. Mai 1939 in Dortmund) ist ein deutscher Journalist, Filmemacher, Schriftsteller und Verleger. Er produzierte zahlreiche Dokumentarfilme für die ARD und schrieb für den Stern, den Münchner Merkur und die Münchner Abendzeitung. Seine zumeist sozialkritischen Beiträge behandeln Themen wie den Umweltschutz, die Menschenrechte und die Psychiatrie. Er ist der Bruder der Theater- und Fernsehschauspielerin Roswitha Dost. Seit 1998 widmet sich Dost überwiegend dem Schreiben. In zehn Jahren (bis 2008) hat er fünf Romane, einen Lyrikband und vier Sachbücher veröffentlicht.

Leben und Schreiben

Bernd Dost kam als Sohn des Werkmeisters Josef Dost und der Schriftstellerin Elisabeth "Elli" Dost zur Welt. Während des Zweiten Weltkriegs erlebte er mit seinen Eltern die Bombardierung von Dortmund. Nach der Evakuierung wuchs er im sauerländischen Hemer auf. Schon früh begeisterte er sich dafür, Journalist und Schriftsteller zu werden.

Nach dem Abitur 1957 in Iserlohn studierte Bernd Dost Germanistik?, Anglistik und Psychologie in Marburg und München. Er finanzierte sich das Studium als Werkstudent und nahm auch zahlreiche Gelegenheitsjobs an. Später volontierte bei der Westfälischen Rundschau in Iserlohn, er arbeitete an der Münchner Studentenzeitschrift Profil mit und war zeitweilig Dramaturgie-Assistent bei der Firma Insel-Film.

http://www.buecher-wiki.de/uploads/BuecherWiki/th128---ffffff--bernd-dost-mit-frankensteins-monster-c-herbert-wiedergut.jpg.jpg

In den 1960er Jahren arbeitete Bernd Dost für unterschiedliche Zeitungsverlage, in München und in Hamburg. Im Mai 1968 wurde Bernd Dost nach Paris geschickt, um dort als Zweiter Korrespondent über die Studentenunruhen zu berichten. Nach einer kurzen Karriere als Zeitungsjournalist widmete er sich dem Dokumentarfilm. Zwischen 1972 und 2004 produzierte er über hundert Featurefilme, überwiegend für den Bayerischen Rundfunk.

In den 1990er Jahren gründete Bernd Dost den Vedra Verlag?, in dem er zuerst eigene Romane unter dem Pseudonym R. B. van Mattruer veröffentlichte, wie auch später zwei weitere Bücher unter dem eigenen Namen und eine umfangreiche Sammlung an Erzählungen von Elli Dost. 2003 folgte der Gedichtband "Der Schlaf mit den schönen Händen". Die beiden Romane "Schiffe versenken" und "Die Zornigen" wurden von dem russischen Maler und Grafiker Aljoscha Klimov illustriert. Thematisch setzt sich Bernd Dost oft mit Medien und Regierungen auseinander, nicht selten in einer bissigen und satirischen Art und Weise. Seine Romane haben häufig einen rebellischen Tonfall und prangern hegemoniale Systeme an.

2007 brachte Bernd Dost im Vedra Verlag den amerikanischen Bestseller American Mania: When More Is Not Enough (Titel der deutschen Ausgabe: Wenn mehr nicht genug ist) von Peter C. Whybrow heraus und schrieb für diese Ausgabe ein Nachwort.

Unter dem Titel "Der Zug ohne Wiederkehr" erschien 2008 ein weiterer Roman von Bernd Dost. Nachdem bereits "Die Zornigen" und "Mensch Frankenstein" eine klare humanistische Botschaft beinhalteten, ist "Der Zug ohne Wiederkehr" Dosts bisher deutlichstes Bekenntnis zu Menschenrechten. Auffällig ist ebenfalls der Anhang des Buchs, in dem auf über 60 Seiten die Namen, Adressen und Telefonnummern von 182 weltweiten Menschenrechtsorganisationen abgedruckt wurden.

Werke (Auswahl)

  • Schiffe versenken. Roman (unter dem Pseudonym R. B. van Matturer, 1998), ISBN 9783980643207
  • Tote leben länger. Roman (unter dem Pseudonym R. B. van Matturer, 1999), ISBN 9783980643214
  • Die Zornigen. Roman (2002), ISBN 9783980643221
  • Der Schlaf mit den schönen Händen - Gedichte (2003), ISBN 9783980643245
  • Mensch Frankenstein (2004), ISBN 9783980643252
  • Der Zug ohne Wiederkehr. Roman (2008), ISBN 9783939356196

Links


Hauptseite | Buchmenschen | Buchmenschen-Register | D | Dost, Bernd




FacebookTwitThis
Pin ItMister Wong
RSS-Feed RDF-Feed ATOM-Feed

schliessen