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E-Book

Ein E-Book (elektronisches Buch) ist ein digital verarbeitetes Buch. Andere Abkürzungen lauten E-Buch oder eBook.

Geschichte des E-Books

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Foto: ShakataGaNai/ www.wikipedia.org.

Wurden früher Texte in Ton geritzt, in Stein gehauen, auf Papyrus? oder Pergament? geschrieben oder auf Papier gedruckt?, können sie seit dem späten 20. Jahrhundert auch digital umgesetzt und veröffentlicht werden. Manuskripte, die digital verarbeitet werden, nennt man elektronische Bücher, kurz E-Bücher, E-Books oder eBooks.

E-Books können im Internet besorgt und auf dem Bildschirm des Computers oder Laptops gelesen und ausgedruckt werden. Aber erst durch ein spezielles Lesegerät, auch E-Reader? oder nur Reader? genannt, das man wie ein Buch in der Hand halten kann, wird das E-Book für die Leser richtig interessant. Auf dem Bildschirm eines speziellen Lesegerätes, mit dem Gewicht eines Buchs, kann der digitalisierte Text des E-Books am besten gelesen werden.

Immer mehr Verlage gingen zu Beginn des 21. Jahrhunderts dazu über, ihre neuesten Bücher als Printausgabe? und als E-Book gleichzeitig zu publizieren?. Für sie hatte das E-Book den Vorteil, dass die Herstellung und der Vertrieb einfacher und damit kostengünstiger wurden. Der Weg über die Druckerei?, den Großhändler? und die Buchhandlungen? entfällt. Damit können E-Books mit niedrigerem Preis an den Leser veräußert werden.

Gestalteten die ersten Buchdrucker? ihre Bücher durch Illustrationen bunt, so beginnt die Ära der E-Books in Schwarzweiß. Das gilt für die Schrift und die Bilder. Eine farbige Darstellung war zu Beginn der neuen Technik noch zu teuer.

In den USA, wo das E-Book schnell populär wurde, dachte man schon 2009 darüber nach, Schüler mit E-Books und E-Readern? auszustatten.

2012

Im Dezember 2012 gaben internationale Großverlage wie Harper Collins?, Simon & Schuster, Georg von Holtzbrinck, Hachette Livre sowie Penguin ihre Preishoheit bei E-Books auf. Die EU-Kommission hatte den Verlagen vorgeworfen, gemeinsam mit Apple das so genannte Agency-Modell? durchgesetzt zu haben, sprich: den E-Book-Preis diktiert zu haben. Damit sei der Wettbewerb eingeschränkt worden. EU-Kommission, Großverlage und Apple einigten sich auf einen Vergleich, der unter anderem folgende Regelungen beinhaltete:

  • Verlage, die den Vergleich unterschrieben, gaben ihre bestehenden Agency-Verträge auf und erklärten, mindestens fünf Jahre lang keine in den Verträgen bislang enthaltene „Meistbegünstigungsklausel“ zu unterzeichnen, eine Klausel, die von Apple im Rahmen des Agency-Models eingeführt worden war und die Verlage verpflichtete, ihre E-Books im iBookStore mindestens genauso günstig anzubieten wie in anderen Shops.
  • Die unterzeichnenden Verlage gaben Shops zwei Jahre lang die Freiheit der Preisgestaltung von E-Books zurück.
  • E-Book-Shops durften die Preise für die Endkunden reduzieren, allerdings nur bis zur Höhe des eigenen Rabatts (normalerweise etwa 30%).
  • Apple musste für Jahre die Meistbegünstigungsklausel streichen.

Für die deutsche Buchpreisbindung bedeutete diese Entscheidung nichts, weil die EU-Kommission nationale Buchpreisbindungen ausdrücklich ausnahm. In Deutschland gingen deshalb die Verlage davon aus, dass sie aufgrund des Preisbindungsgesetzes? weiterhin den Endverkaufspreis festlegen.

Ebenfalls im Dezember 2012 scheiterte in Deutschland eine Petition zur Reduzierung der Mehrwertsteuer bei E-Books, weil es zu wenig Mitzeichner der Online-Petition gab. Wie für gedruckte Bücher wollten die Unterzeichner den reduzierten Mehrwertsteuersatz (7%) für E-Books. Weil die Petition scheiterte, blieb es bei 19 % Mehrwertsteuer auf E-Books.

Die Inhalte

Im Internet befinden sich diverse Marktplätze für das Geschäft mit E-Books, die sich entweder durch die Spezialisierung oder die Größe ihres Bestandes hervorheben. Je nach Anbieter haben die E-Books ein verschiedenes Arsenal von Büchern. Das reicht von Zeitung | Zeitungen]] über Romane bis hin zu Sachbüchern?.

Beliebt ist als elektronischer Lesestoff besonders Literatur, die vom Urheberrecht befreit ist. Möglich wurde das auch durch das freie internationale „Project Gutenberg?“, das mit rechtefreien? Texten in den 1970er-Jahren seine Arbeit aufnahm. Abgesehen von rechtefreien Büchern haben auch E-Books ihren Preis, genauso wie ihre gedruckte Ausgabe. Zumeist sind E-Books etwas billiger, da sie nicht die Herstellungskosten wie Bücher haben, die aus der Druckerei? kommen. Die kostenpflichtigen E-Bücher werden immer mehr. Besonders Fachbücher? werden verstärkt als digitalisierte Texte angeboten.

Die Nutzungsmöglichkeiten

Ein E-Book kann dem Leser durchaus mehr bieten als nur Text. Es können Bilder, Videos, Musik und Sprache eingebunden werden. Ebenso Verknüpfungen mit Internetseiten. Damit wird das E-Book zum Multimedia?-Werk?. Das ist besonders interessant für wissenschaftliche Literatur. Beispiel: Der Historiker verlinkt seinen Text mit den entsprechenden Museen. Texte zu einem Komponisten können mit der geeigneten Musik verbunden werden, die man beim Lesen hören kann.

Verlag und Vertrieb

Angeboten werden auch Bücher im Kombi-Paket als Printausgabe und E-Book. Dies bietet eine bessere Recherchemöglichkeit?. Einige Verlage drucken in ihre Bücher Zugangscodes zum Herunterladen des gleichen Buches aus dem Internet. Eine gründliche Recherche ist im digitalisierten Text durch die Suchfunktion wesentlich leichter und schneller zu bewerkstelligen.

Bei E-Büchern kann der Verlag verschiedene Rechte für die Käufer festlegen. Das betrifft das Ausdrucken, Kopieren?, Zitieren und Speichern. Manche Verlage bringen bei E-Books einen Kopierschutz? an.

Es entstehen Firmen, die sich auf die Produktion von E-Books spezialisieren. Sie bringen für die Verlage die Texte der Autoren in die digitale Form, die den Text lesbar auf den Bildschirm des Readers bringen. Sie übernehmen die Rolle der Gestalter, Setzer? und Drucker? bei den herkömmlichen Büchern.

Zu Beginn der E-Book-Ära sind die digitalisierten Inhalte vor allem bei Sach-? und Fachbüchern? gefragt. Hier können schon bald Gewinne erzielt werden.

Um E-Books und Reader bekannter zu machen, wurden besonders im englischsprachigen? Raum aktuelle Bücher für die Reader bereitgestellt. Der US-Autor Stephen King hat sogar für ein E-Book exklusiv die Novelle „Ur“ verfasst. Stephen Kings Titel sind alle per Download als E-Book zu bekommen.

Ging man am Anfang davon aus, dass das E-Book vielleicht das traditionelle Buch verdrängen könnte, nehmen die Verleger inzwischen an, dass das E-Book einfach eine zusätzliche Variante ist, Lesestoff anzubieten. Schließlich konnten auch Radio, Kino, TV und Internet das Buch nicht verdrängen.

Akzeptanz

Am Anfang ist die Öffentlichkeit noch misstrauisch gegenüber der Qualität der neuesten Reader-Modelle. Sie werden von verschiedenen Institutionen untersucht und verglichen. Man schickt dabei sogar Personen im Alter zwischen 16 und 71 Jahren in ein Labor, damit eine Spezialkamera die Augenbewegungen der E-Book-Leser festhalten kann. Um die Bevölkerung mit den Readern besser vertraut zu machen, werden bei Werbeaktionen Reader an Testpersonen ausgegeben.


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