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Freie Verse

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Freie Verse sind Verse ohne Versmaß, jedoch mit rhythmischer? Struktur. Seit sie im 19. Jahrhundert in Frankreich als „vers libres“ entwickelt wurden, sind sie zu einem wichtigen formalen Mittel der moderner? Lyrik geworden. Freie Verse sind teils gereimt? oder mit Assonanz? gestaltet - das unterscheidet sie von freien Rhythmen. Dennoch hat der Verzicht auf die Regeln der Metrik eine Annäherung an die Prosa zur Folge. Vom Prosagedicht? sind freie Verse durch ihre Versform unterschieden.

Dabei darf der Verzicht auf metrische Regeln nicht als Selbstzweck verstanden werden. Arno Holz? stellte fest: „Der Rhythmus, den ich will, ist nicht der freie, sondern ich will den notwendigen.“ Den Verfechtern der freien Verse ging es darum, das Gedicht stärker dem wirklichen Empfinden und auch dem natürlichen Sprechen anzunähern. Ganz im Sinne von Ezra Pound?: "Der Rhythmus eines Menschen muss wesentlich sein; er wird daher letztlich ein Eigenrhythmus sein, nicht nachgeahmt, nicht nachzuahmen."

Nicht zuletzt sind die freien Verse auch eine Reaktion auf die Abgegriffenheit von Reimen. Wieder Arno Holz: "Der Erste, der [...] auf Sonne Wonne reimte, auf Herz Schmerz und auf Brust Lust, war ein Genie; der Tausendste ... ein Kretin."

Bekannte Dichter wie Arthur Rimbaud?, Franz Werfel? und Ezra Pound? schrieben freie Verse.

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