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Gattung

Literatur wird seit dem 18. Jahrhundert von der Literaturwissenschaft in drei literarische Grundgattungen eingeteilt:

Schon Goethe sprach von diesen drei "Naturformen der Poesie". Ob die Prosa als literaturwissenschaftlicher Begriff einen gleichberechtigten Rang neben diesen Grundgattungen Lyrik, Epik und Dramatik einnehmen kann, ist umstritten.

Durch die Vielfalt an literarischen Texten gehen die einzelnen Gattungen häufig ineinander über, weshalb eine klare Abtrennung oder Zuordnung häufig nicht eindeutig möglich ist. So gibt es zum Beispiel Erzählgedichte?, das epische Theater? und den lyrischen Roman?. Neben der genannten Dreiteilung der Literaturgattungen existieren außerdem andere Einteilungsansätze.

Abgrenzung zu Genre und Textsorte

Unterhalb dieser drei Grundgattungen existieren wiederum Einteilungen. Hier spricht man ebenfalls von Gattungen (aber eben nicht mehr von Grundgattungen) oder auch von Genres oder Textsorten. Z. B. lassen sich Ode?, Elegie?, Ballade und Roman auch als Genres oder Textsorten bezeichnen. Goethe nannte diese Untergruppen Dichtarten. Der Begriff der Textsorte wird besonders auch für Erzeugnisse der Sachliteratur?, für ausbildungs- und berufsbezogene Texte und den Journalismus? gebraucht.

Sekundärliteratur

  • Fubini, Mario: Entstehung und Geschichte der literarischen Gattungen. Tübingen, Max Niemeyer Verlag 1971, ISBN: 978-3484220065
  • Ruttkowski, Wolfgang Victor: Die literarischen Gattungen. Tübingen, A. Francke Verlag 1986, ISBN: 978-3772005909
  • Willems, Gottfried: Das Konzept der literarischen Gattung. Tübingen, Max Niemeyer Verlag 1981, ISBN: 978-3484150393

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