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Georg-Büchner-Preis

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Der Georg-Büchner-Preis ist einer der bedeutendsten deutschen Literaturpreise. Er ist mit 50.000 Euro dotiert und wird jährlich verliehen. Die Preisverleihung und die anschließende Rede des Preisträgers finden stets in Darmstadt statt.

Der Preis ist nach dem Dichter Georg Büchner benannt, der aus Hessen stammte.

Der Preis und seine Geschichte

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Der Georg-Büchner-Preis ist einer der bedeutenden deutschen Literaturpreise. Er wurde zum ersten Mal am 11. August 1923 verliehen. Der Preis war vom damaligen Volksstaat Hessen gestiftet und in der Landeshauptstadt Darmstadt übergeben worden. Er wurde laut Satzung verliehen „an bildende Künstler, an Dichter, an Künstler, an hervorragende ausübende Künstler, Schauspieler und Sänger“. Als der Preis 1923 vom Volksstaat Hessen gestiftet wurde, sollten damit ausnahmslos Künstler aus Georg Büchners Heimat geehrt werden. Zumindest aber war die geistige und kulturelle Verbundenheit mit Hessen Voraussetzung.

In den Jahren von 1933 bis 1944 wurde der Georg-Büchner-Preis nicht verliehen und durch einen Kulturpreis der Stadt Darmstadt ersetzt. 1946 durch gemeinsame Vereinbarung der Stadt Darmstadt und des Regierungspräsidenten in Darmstadt wieder eingesetzt, wurde er bis 1950 als allgemeiner Kulturpreis für hervorragende künstlerische Leistungen verliehen.

Am 15. März 1951 wurde der Georg-Büchner-Preis in einen reinen Literaturpreis umgewandelt. Grundlage ist ein Vertrag zwischen dem Hessischen Kultusminister, dem Magistrat der Stadt Darmstadt und der 1949 gegründeten Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung?. In der Satzung (Fassung vom 21. März 1958) wird bestimmt: „Zur Verleihung können Schriftsteller und Dichter vorgeschlagen werden, die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben.“ Die Preisverleihung und die anschließende Rede des Preisträgers finden in Darmstadt statt.

Eine Jury entscheidet jährlich über die Vergabe des Preises. Die Jury besteht aus dem Erweiterten Präsidium der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung?, also dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und den Beiräten. Das Hessische Staatsministerium und der Magistrat der Stadt Darmstadt haben das Recht, Vorschläge zu unterbreiten.

Als der Georg-Büchner-Preis 1951 vergeben wurde, betrug das Preisgeld 3.000 DM. Seitdem wurde das Preisgeld regelmäßig erhöht und beträgt seit 2003 40.000 Euro. Davon stiften je 11.000 Euro die Stadt Darmstadt, das Land Hessen und der Bund. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung? beteiligt sich mit 7.000 Euro. Damit ist der Georg-Büchner-Preis nach dem Joseph-Breitbach-Preis? der höchstdotierte jährlich vergebene Literaturpreis für deutschsprachige Autoren.

Zu Ehren von Georg Büchner wird übrigens noch ein weiterer Literaturpreis verliehen: der Leonce-und-Lena-Preis?, der seit 1968 alle zwei Jahre vergeben wird. Diese Auszeichnung wurde nach Georg Büchners bekanntem Lustspiel? „Leonce und Lena“ (1836) benannt. Sie gilt als wichtigster Lyrikpreis für deutschsprachige Nachwuchsautoren.

Die bisherigen Preisträger

2013 Sibylle Lewitscharoff
2012 Felicitas Hoppe
2011 Friedrich Christian Delius?
2010 Reinhard Jirgl

2009 Walter Kappacher?
2008 Josef Winkler
2007 Martin Mosebach
2006 Oskar Pastior?
2005 Brigitte Kronauer
2004 Wilhelm Genazino
2003 Alexander Kluge?
2002 Wolfgang Hilbig?
2001 Friederike Mayröcker
2000 Volker Braun

1999 Arnold Stadler?
1998 Elfriede Jelinek
1997 H.C. Artmann?
1996 Sarah Kirsch
1995 Durs Grünbein?
1994 Adolf Muschg?
1993 Peter Rühmkorf
1992 George Tabori?
1991 Wolf Biermann?
1990 Tankred Dorst?

1989 Botho Strauß?
1988 Albert Drach?
1987 Erich Fried?
1986 Friedrich Dürrenmatt?
1985 Heiner Müller?
1984 Ernst Jandl?
1983 Wolfdietrich Schnurre?
1982 Peter Weiss?
1981 Martin Walser
1980 Christa Wolf

1979 Ernst Meister?
1978 Hermann Lenz?
1977 Reiner Kunze?
1976 Heinz Piontek?
1975 Manès Sperber?
1974 Hermann Kesten
1973 Peter Handke
1972 Elias Canetti?
1971 Uwe Johnson
1970 Thomas Bernhard

1969 Helmut Heißenbüttel?
1968 Golo Mann?
1967 Heinrich Böll?
1966 Wolfgang Hildesheimer?
1965 Günter Grass?
1964 Ingeborg Bachmann
1963 Hans Magnus Enzensberger
1962 Wolfgang Koeppen
1961 Hans Erich Nossack?
1960 Paul Celan

1959 Günter Eich?
1958 Max Frisch
1957 Erich Kästner
1956 Karl Krolow?
1955 Marie Luise Kaschnitz?
1954 Martin Kessel?
1953 Ernst Kreuder?
1952 nicht vergeben
1951 Gottfried Benn?
Am 15. März 1951 wurde der Preis in einen reinen Literaturpreis umgewandelt.
1950 Elisabeth Langgässer?

1949 Carl Gunschmann (Maler)
1948 Hermann Heiss (Komponist)
1947 Anna Seghers?
1946 Fritz Usinger?
1945 Hans Schiebelhuth?
In den Jahren von 1933 bis 1944 wurde der Georg-Bücher-Preis nicht verliehen.
1932 Albert H. Rausch? / Adolf Bode (Kunstmaler)
1931 Alexander Posch (Maler) / Hans Simon (Komponist)
1930 Nikolaus Schwarzkopf? / Johannes Lippmann (Maler)

1929 Carl Zuckmayer? / Adam Antes (Bildhauer)
1928 Richard Hoelscher (Maler) / Well Habicht (Bildhauer)
1927 Kasimir Edschmid? / Johannes Bischoff (Kammersänger)
1926 Christian H. Kleukens? / Wilhelm Petersen (Komponist)
1925 Wilhelm Michel? / Rudolf Koch?
1924 Alfred Bock? / Paul Thesing (Maler)
1923 Adam Karillon? / Arnold Mendelssohn (Komponist)

Literatur

  • Büchner-Preis-Reden 1972 - 1983. Ditzingen, Reclam Verlag 2001, ISBN-13: 978-3150080115
  • Büchner-Preis-Reden 1984 - 1994. Ditzingen, Reclam Verlag 2001, ISBN: 978-3150093139
  • Büchner-Preis-Reden 1951 - 1971. Ditzingen, Reclam Verlag 2001, ISBN: 978-3150093320
  • Tieger, Gerhild: Literaturpreise und Autorenförderung. Über 1000 Literaturpreise, Arbeitsstipendien, Aufenthaltsstipendien und andere Förderungen. Berlin, Autorenhaus Verlag 2002, ISBN: 978-3932909740
  • Ulmer, Judith S.: Geschichte des Georg-Büchner-Preises. Soziologie eines Rituals. Berlin, Walter de Gruyter 2006, ISBN: 978-3110190694

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