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Schneider, Silvana E.

Silvana E. Schneider (geb. 17. Oktober 1953 in Bayern) ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

Leben und Schreiben

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Silvana E. Schneider wurde am 17. Oktober 1953 in Markt Siegenburg, im Herzen der für seinen Hopfenanbau berühmten Region Hallertau, geboren. Schon bald zog sie jedoch mit ihren Eltern in die Domstadt Freising, wo später vor allem die Pfarrbücherei dem Fantasie begabten Kind – im streng katholisch geprägten Umfeld – wenigstens kleine Fluchten ermöglichte.

Den doktrinären Lebensmustern entfloh sie bald in die nächste Großstadt. In München beendete sie Schul- und kaufmännische Ausbildung und arbeitete als Sachbearbeiterin bei großen Konzernen. Sie war auch für die Münchener Volkshochschule tätig und viele Jahre Kuratoriumsvorsitzende bei der VHS am Heimatort.

Erst die Geburt ihres Sohnes 1993 ebnete Silvana Schneider den Weg in die schreibende Zunft. Sie absolvierte ein Fernstudium Journalistisches Schreiben? erfolgreich mit einem Förderpreis und arbeitete freiberuflich als Fachjournalistin?. Es entstanden Porträts, Berichte über Lesungen und kulturelle Ereignisse. Bald jedoch verlagerte sich ihr Schreiben mehr und mehr ins Literarische. Heute schreibt sie Prosa und Lyrik, beidem liegt meist ein sozialkritischer Tenor zugrunde.

"Tod der Puppenkönigin" (2008)

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Der 2008 erschienene Roman „Tod der Puppenkönigin“ spielt an realen Schauplätzen der Autorin. So lebte sie z. B. in dem im Roman „Schöndorf“ genannten Ort am Ammersee fast siebzehn Jahre lang, um ihren Sohn in „gesunder Natur“ aufwachsen zu lassen. Außerdem dürften auch einige ihrer Erfahrungen aus dem Büroalltag in dieses Buch eingeflossen sein. Auffallend auch hier ihre Vorliebe für „besondere“ Menschen mit extravaganten Zügen, psychologisch fundiert dargestellt.

"Lauf, Jakob!" (2009)

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In dem Jugendroman? „Lauf, Jakob!“, der das Thema Gewalt in der Familie aufgreift, wählte Silvana E. Schneider eine kühle, fast distanzierte Sprache, vielleicht als Gegenstück zur Dramatik der Geschichte. Dass die Autorin die „Genese der Gewalt gekonnt vermittelte“, stellte die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW, fest. Doch begegnen wir auch hier ihrem sensiblen Erzählstil. Und wieder drängt sich der Abzweig zur Realität förmlich auf: So könnte ein Freund aus Kindertagen durchaus Anlass für die Figur des Jakob gewesen sein.

"Café Einhorn" (2013)

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Im Jahr 2013 erschien Silvana E. Schneiders sozialkritischer Roman "Café Einhorn". Die Autorin entwirft darin ein mehrschichtiges Beziehungsporträt, das von Liebe, Freundschaft und Vergänglichkeit erzählt. Ihre Figuren verkörpern verschiedene Lebensabschnitte und -haltungen und stehen doch zugleich mitten im Leben. Aus dem Klappentext: "Steuert die Menschheit auf eine globale Katastrophe digitaler Überwachung zu? Oder ist Professor Wiesenthal nur ein unverbesserlicher Schwarzseher? Weiß Hanka, woher der Wind weht? Und wie dicht liegen Genie und Wahnsinn eigentlich beisammen?"

Übrigens …

... zählen Franz Kafka, Thomas Bernhard und Marlen Haushofer? zu den Lieblingsautoren von Silvana Schneider. Für Letztere hat sie ein Plädoyer für das Buch „Die Wand“ verfasst.

Werke

  • Bücher von Silvana E. Schneider bei Jokers
  • Tod der Puppenkönigin. Starks-Sture-Verlag, München 2008, ISBN: 978-3939586081
  • Lauf, Jakob!. Edition BUNTEHUNDE, Regensburg 2009, ISBN: 978-3934941519
  • Café Einhorn. Roman. Literaturverlag Lorbeer, Bielefeld 2013, ISBN: 978-3-938969-20-5

Veröffentlichungen in Anthologien (Auswahl)

  • „Auch ich bin Künstlerin …“, die Frau an der Seite des Bildhauers Mathias Gasteiger, in Das Lachen deiner Augen, Teil 1, Geest-Verlag
  • „Anny Schweizer“, Porträt über Kunsthandwerkerin, in Bemerkenswerte Frauen in und um Landsberg, Gleichstellungsstelle Landsberg am Lech, EOS-Verlag, St. Ottilien
  • „Sibylla, die Wahrsagerin“, in Sirene, Zeitschrift für Literatur, Babel Verlag
  • „Lasst uns Rabenmütter sein“, in Rabenmutter sein, das ist nicht schwer …, Anthologie der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands
  • „Sie ist fremd in ihrer Welt“, Gedicht in Mythos Fremde, Free Pen Verlag, Bonn
  • „Nach Sand schmeckt die Sonne“, Gedicht in Sonnenzeiten – Sonnenzeilen, Khorshid Verlag, Dr. phil. Karin Afshar
  • „Die Wand“, Plädoyer für das Buch von Marlen Haushofer, in Mein Lieblingsbuch-Geschichten einer Freundschaft, internationaler Wettbewerb des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sprachrat

Veröffentlichungen als Herausgeberin

  • Das Lachen deiner Augen, zweiteilige Anthologie über Frauenleben, Lyrik und Prosa, Band 1. Geest-Verlag, Vechta-Langförden 2003, ISBN: 978-3936389722
  • Das Lachen deiner Augen, zweiteilige Anthologie über Frauenleben, Lyrik und Prosa, Band 2. Geest-Verlag, Vechta-Langförden 2003, ISBN: 978-3936389739

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