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Weigoni, Andrascz Jaromir
Andrascz Jaromir (A. J.) Weigoni (geb. 18. Januar 1958 in Budapest/Ungarn) ist ein Dichter. Er lebt und arbeitet in Nordrhein-Westfalen/Deutschland. Er verfasst Lyrik, Prosatexte und Hörspiele?.
Seit 1975 betätigt sich A. J. Weigoni, der von 1979 bis 1984 Medienpädagogik? an der Universität Düsseldorf studierte, als Autor von Essays, Lyrik, Prosa und Hörspiel. Gedichte (die auch ins Englische, Koreanische, Rumänische und Russische übertragen wurden) und Aufsätze wurden in zahlreichen Anthologien, Literaturzeitschriften und Künstlerbüchern veröffentlicht. Weigoni produzierte eine Reihe von Hörspielen für das Westfälische Landestheater und den WDR (u.a. das Live-Hörspiel »Oden an die Zukunftsseelen / Die schwärmerische Lyrik Kaiserin Elisabeths«). Mit poetischen Performances gastierte Weigoni u.a. in Wien (Alte Schmiede), Berlin (Literarisches Colloquium), Hamburg (Literaturhaus), Köln (Filmdose) und Düsseldorf (Kom(m)ödchen). Als Literaturpädagoge leitete er Hörspielseminare (u.a. 'Ohryeure' und 'Zur Sprache bringen...').
A.J. Weigoni lebt in Düsseldorf.
Andere über Weigoni
"Seit Jahren beobachte ich die bemerkenswerte Entwicklung des Multimediakünstlers A.J. Weigoni. Zu seinen besonderen Kennzeichen gehört die Wachheit für die Entwicklung zeitgenössischer Kommunikationstechnologie, deren Nutzung und der spielerisch–experimentelle Umgang mit allen erdenklichen Ausdrucks– und Kommunikations– und Vertriebsformen. A.J. Weigoni akzeptiert keine vorgegebenen Kategorien medialer Produktionen, sondern sprengt unbekümmert deren Grenzen."
(Prof. Almuth Keusen–Hickl)
"Als ich dieses Hörbuch hörte, war ich schlichtweg begeistert. Bei Hörbüchern und Hörspielen wird oft der Begriff ,Kunst' verwendet. Ich rede eher vom ,Handwerk'. Als ich ,Gedichte' von A.J. Weigoni lauschte, war für mich sofort klar: Das ist wirkliche Kunst! Dieser Mensch ist ein wahrer Wortakrobat, ein Liebhaber der Sprache, ein Kenner des Mediums. Weit weg vom Mainstream ist ,Gedichte' von A.J. Weigoni für Liebhaber des ,Sprachkunst' und für intelektuelle Unterhaltung DER Geheimtipp. Solch eine liebevolle Inszenierung hat eine Auszeichnung verdient, deswegen: 'Beste Lesung'."
(Simeon Hrissomallis in seiner Begründung für den Hörspielpreis Ohrkanus)
"Mit den ,Vignetten' definiert A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Er praktiziert damit mehr als Schreiben, denn diese Novelle ist ein Sich–Einschreiben in die Welt, demzufolge eine Schreibe, die spricht und eine Spreche, die schreibt. Dieser Romancier verdichtet die sinnliche Wahrnehmung seiner Charaktere. Denkprozesse kommen bei den Hauptfiguren Nataly und Max in Gang, die weit in die Zeit zurückreichen, Landschaften, die sich Vignette für Vignette füllen; erst kommen die Gegenstände, dann die Farben, die Jahreszeit... und schließlich setzt sich aus den Einzelteilen eine konkrete Geschichte zusammen."
(Dr. Enrik Lauer)
"In keiner der sozialen, kulturellen, beruflichen und ökonomischen Parallelwelten dieser »Zombies«, die A.J. Weigoni röntgenrealistisch abbildet, will man leben. Dieser Schriftsteller blickt mit einen naturwissenschaftlichen, medizinischen und kriminalistischen Blick, sozusagen „bis auf den Teufel hinunter“ (Lichtenberg). Mit der Traute, die Leser auch einmal zu überfordern, geht ein Angebot verschiedener Lesarten einher. Vieles schildert Weigoni als Farce und Persiflage, wobei er in seinen Erzählungen ganz nebenbei auch die Spielarten und Attitüden der Genreliteratur persifliert." (Jo Weiß)
Auszeichnungen (Auswahl)
- 2009 Preis des Forums Literatur Ludwigsburg.
- 2007 Das Hungertuch, Künstlerpreis.
- 2005 Projektförderung der Kunststiftung NRW.
- 2001 Arbeitsaufenthalt in Amsterdam, unterstützt durch Stichting Culturele Uitwisseling.
- 1999 Artist in Residence, Klangturm St. Pölten/Österreich.
- 1998 Reisestipendium des Auswärtigen Amtes.
- 1997 Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt in Solothurn (Schweiz).
- 1995 Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Schloss Plüschow.
- 1994 Stipendium der Filmstiftung NRW.
Werke (Auswahl)
- Der lange Atem. Gedichte & Collagen 1975-1985 (1985).
- Jaguar. Ein popmoderner Trivialroman, Krash Verlag, Köln 1989.
- Monster. Unsere netten Nachbarn von nebenan, Stories, Krash Verlag, Köln 1990.
- Letternmusik im Gaumentheater. Gedichte, Rospo Verlag, Hamburg 1995.
- Kollegengespräche, Ventil-Verlag, Mainz 1999.
- Massaker, Krimi (mit Barbara Ester), Krash Verlag, Köln 2001.
- Unbehaust, Gedichte, uräus-Handpresse, Halle an der Saale 2003.
- Faszikel, Künstlerbuch, Edition Das Labor / Haimo-Presse, Neheim 2004.
- Dichterloh. Kompositum in vier Akten, Lyrikedition 2000, München 2005.
- Idole, Künstlerbuch, Edition Das Labor / Haimo-Presse, Neheim 2007.
- Gedichte, Verlag TTTT, Mülheim an der Ruhr 2008.
- Vignetten, Novelle, Edition Das Labor, Mülheim an der Ruhr 2009.
- Zombies Erzählungen, Edition Das Labor, Mülheim an der Ruhr 2010.
- Praegnarien, Künstlerbuch, Edition Das Labor / Haimo-Presse, Neheim 2011.
Anthologien und Literaturzeitschriften (Auswahl)
- Axel Kutsch (Hg.): Versnetze_Eins bis -Drei. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart. Landpresse, Weilerswist 2008, 2009, 2010.
- Axel Kutsch (Hg.): An Deutschland gedacht. Lyrik zur Lage des Landes, Landpresse, Weilerswist 2009.
- Shafiq Naz (Hg.): Der deutsche Lyrikkalender 2011. Alhambra Publishing, B-Bertem 2010.
Links
- Kollegengespräche
- Die Glimmertwins des Hörbuchs
- MetaPhon akustische Kunst
- Verlagsporträt der Edition Das Labor
- Verweisungszeichen zur Literatur
- Literaturpädagogik
- Essay zur Lyrik im 21. Jh.
Weitere Einträge zum Stichwort:
- Kollegengespräche (Rezension)
- Ohryeure (Rezension)
- RaumbredouilleReplica (Rezension)
- Dichterloh (Rezension)
- Gedichte (Rezension)
- Idole (Rezension)
- Vignetten (Rezension)
- Zombies (Rezension)
- Prægnarien (Rezension)
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