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Wildecker, Hannes

Hannes Wildecker, mit bürgerlichem Namen Hans Muth (geb. 19. Dezember 1944 in Hinterwald, Landkreis Sankt Goarshausen), ist ein deutscher Journalist? und Autor. Unter dem Pseudonym Hannes Wildecker schreibt? Hans Muth die Krimi-Reihe? "Tatort Hunsrück".

Leben und Schreiben

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1944 in Hinterwald geboren, war Hans Muth sechs Jahre Beamter der Schutzpolizei und anschließend 30 Jahre lang Kriminalbeamter im Trier und im Kreis Trier-Saarburg. Er schreibt als freier Journalist für den "Trierischen Volksfreund" sowie Lyrik und regionalgeschichtliche Abhandlungen. Unter dem Pseudonym Hannes Wildecker verfasst Hans Muth unter anderem die Krimi-Reihe? "Tatort Hunsrück". Seine Kriminalromane spielen? im Hunsrück und beschreiben neben dem eigentlichen Fall die Eigenarten der Natur und den natürlichen bodenständigen Charme der Bewohner von Hunsrück und Hochwald mit ihren Besonderheiten und Problemen.

"Der Tote im Tann" (2007)

Der erste Hunsrück-Krimi von Hannes Wildecker erschien 2007 unter dem Titel "Der Tote im Tann": Im Waldhausener Forst wird unter makabren Umständen eine männliche Leiche gefunden. Kriminalhauptkommissar Heiner Spürmann wird auf den Fall angesetzt, gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Lena Schiffmann, die gerade von der Schulbank ins harte Polizeileben versetzt wurde. Die Ermittlungen ergeben, dass der Tatort an anderer Stelle liegt und der Tote eine dubiose Vergangenheit hatte, die auch Spürmann mit ihm teilt. Denn er und der Ermordete haben, wenn auch meist zu unterschiedlichen Zeiten, im gleichen Dorf gelebt. Während der Ermittlungen, in denen es Spürmann offensichtlich nicht nur mit einem Täter zu tun hat, ist ihm sein Stammtisch unbeabsichtigt eine große Hilfe ...

Wildecker, der seine Hauptfigur mit allen Fehlern und Unzulänglichkeiten darstellt, schildert aus erster Hand die polizeiliche Kleinarbeit, die er als ehemaliger Kriminalbeamter kennt. Seine Neigung zur Natur seiner Heimat ist eine Werbung für den Hunsrück und seine Bevölkerung.

"Milch so weiß wie der Tod" (2008)

2008 folgte "Milch so weiß wie der Tod": Der Tod eines Landstreichers, eingetreten nach dem Verzehr von Milch einer namhaften Großmolkerei, bringt Kriminalhauptkommissar Heiner Spürmann auf den Plan. Gemeinsam mit seiner Kollegin Leni Schiffmann ermittelt er rund um den Erbeskopf, wobei es ihn nach Idar-Oberstein verschlägt. Nachdem im Stausee Talbrück eine Wasserleiche auftaucht, die offensichtlich ermordet wurde, kann Spürmann eine direkte Verbindung zur Milchverunreinigung herstellen. Die Ermittlungen führen ihn zu einem Konkurrenzunternehmen in Idar-Oberstein und zu Erntehelfern in Trittenheim. Dort erhält er nach turbulenten Verwicklungen den entscheidenden Hinweis und kann als Retter in letzter Not den wahren Täter dingfest machen.

Der zweite Krimi von Hannes Wildecker beschreibt unter anderem die Gegend um den Erbeskopf bis nach Idar-Oberstein bis in die Winzergegend der Untermosel. Seine Erfahrungen als ehemaliger Kriminalbeamter und Kenner des Hunsrücks sind Protagonist Spürmann eine große Hilfe im Zuge der Ermittlungen.

"Die Bestie vom Saar-Hunsrück Steig" (2008)

Eine brutale Mordserie an verschiedenen historischen Plätzen auf dem Saar-Hunsrück-Steig steht im Mittelpunkt des dritten Hunsrück-Krimis, der 2008 unter dem Titel "Die Bestie vom Saar-Hunsrück Steig" erschien. Hauptkommissar Heiner Spürmann und seine Kollegin Leni Schiffmann stoßen im Zuge der Ermittlungen auf einen vor acht Jahren bei Losheim begangenen Selbstmord eines jungen Mädchens und stellen schon bald eine Verbindung zu den grausamen Verbrechen her, deren Motive ebenfalls in dem saarländischen Ort ihren Ursprung haben.

"Teufelspakt" (2009)

Ein internationaler Hintergrund tut sich in "Teufelspakt" (2009) auf: An verschiedenen Orten des Hunsrücks werden Leichen gefunden, denen man die Herzen aus dem Leib entfernt hat. Kriminalhauptkommissar Heiner Spürmann und seine Kollegin Leni stehen vor einer großen Aufgabe, zumal die Toten aus Serbien stammen und der Kroatienkrieg alle Spuren ihrer Identität verwischt hat. Wer sind die Täter und welche Motive sind es, die sie zu solch grausamen Taten hinreißen? Sind es dunkle Mächte, die Schwarze Messen lesen und dem Teufel ihre Opfer darbringen? Die Ermittler scheinen einem teuflischen Phantom auf der Spur, doch dann führt sie ein Hinweis an einen Ort des Schreckens, der das bisher Erlebte in den Schatten stellt.

Hannes Wildecker lässt in dem Roman „Teufelspakt“ seine Protagonisten von einem Sumpf in den anderen waten und der Leser wird mit Okkultismus und illegalem Organhandel hautnah konfrontiert. Und wieder ermitteln die Hauptfiguren in den Weiten des Hunsrücks von Zerf über Bad Kreuznach und Sargenroth bis hin nach Bad Sobernheim. Und wie man es von Wildecker gewohnt ist, kommen Beschreibungen der geographischen Besonderheiten und die Charaktere der Menschen auf dem Hunsrück nicht zu kurz.

Hans Muth ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Er lebt in Lampaden im Landkreis Trier-Saarburg.

Werke (Auswahl)

  • Der Tote im Tann. Verlag S.MO, Trier 2007, ISBN: 978-3-9811323-9-7
  • Milch so weiß wie der Tod. Verlag S.MO, Trier 2008, ISBN: 978-3-940760-01-2
  • Die Bestie vom Saar-Hunsrück Steig. Verlag S.MO, Trier 2008, ISBN: 978-3-940760-07-4
  • Teufelspakt, Verlag S.MO, Trier 2009, ISBN: 978-3-940760-09-8
  • Cruciatus-Das Vermächtnis (2010),Stuttgart 2010, ISBN 978-3-938719-43-5
  • Lampaden im Rückblick (1985)
  • Ein Kind des Hochwalds" (2008) Alta Silva, Kell am See 2008, ISBN: 978-3-9810762-4-0
Andere Veröffentlichungen

"Cruciatus-Das Vermächtnis" (2010)

Cruciatus ist ein schnörkellos erzählter Krimi und eine spannende Abenteuergeschichte gleichzeitig. Schon nach wenigen Seiten befindet sich der Leser auf den Spuren eines kaltblütigen mehrfachen Mörders. Der geschichtliche Hintergrund der Hexenverfolgungen in der frühen Neuzeit als Ausgangspunkt eines auch in heutige Tage noch ausstrahlenden Unheils zieht den Leser rasch in seinen Bann und die schrittweise Lösung einer rätselhaften aus diesen Tagen überkommenen Botschaft trägt ihr Übriges zur Atmosphäre des Romans bei. Sympathische Helden, dramatische Verfolgungsjagden, ein fanatischer Killer und eine Schatzsuche bilden hier eine sehr unterhaltsame Krimi- Mischung, die man so nicht jeden Tag zu lesen bekommt. Markus Walther, Saarkrimi.de \\Stuttgart 2010, ISBN 978-3-938719-43-5

"Lampaden im Rückblick" (1985)

Geschichte und Aufstieg einer Hochwaldgemeinde. Hrsg.: Ortsgemeinde Lampaden, 1985

"Ein Kind des Hochwalds" (2008)

Geschichten, Gedichte, Lieder aus der Heimat, Verlag. Alta Silva, Kell am See 2008, ISBN: 978-3-9810762-4-0

Anthologien

  • „Bangen, Hoffnung, Freude, Dank“. Gedicht in der Anthologie „Große Lyrik-Edition“ der Frankfurter Bibliothek „Das neue Gedicht“, Brentano Gesellschaft, Frankfurt am Main 2007, ISBN: 978-3-86548-958-6
  • "Frühling im Millenium". Gedicht in der Anthologie „Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte - Ausgewählte Werke XI", Gräfling/München 2008/2009, Realis Verlag, Gräfelfing 2008, ISBN: 978-3-930048-57-1
  • „Erinnerung“. Gedicht in der Anthologie „Große Lyrik-Edition“ der Frankfurter Bibliothek „Das neue Gedicht“, Brentano Gesellschaft, Frankfurt am Main 2008, ISBN: 978-3-933800-26-8
  • „Gestörte Idylle“. Gedicht in der Anthologie „Große Lyrik-Edition“ der Frankfurter Bibliothek „Gedicht und Gesellschaft 2008“, Brentano-Gesellschaft, Frankfurt am Main 2008, ISBN: 978-3-933800-26-8

Kontakt

Hans Muth
Kapellenstr. 6
54316 Lampaden
Tel.: 06588/470
E-Mail: hannes_wildecker (at) gmx.de

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