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Einzelne Hesse-Werke

Peter Camenzind (1904)

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Als Lyriker? debütierte? Hermann Hesse mit dem Gedichtband „Romantische Lieder“ (1898), ein Jahr später folgte der Prosaband „Eine Stunde nach Mitternacht“ (1899). Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm mit dem zivilisationskritischen Entwicklungsroman „Peter Camenzind“ (1904). In dem autobiographisch gefärbten Roman, der Hesses erstes erfolgreiches Buch wurde, erzählt er die Geschichte eines sensiblen jungen Mannes, der vom Lande in die Stadt kommt, dort eine Vielzahl bewegender Erlebnisse macht und schließlich zur Natur und zum einfachen Leben zurückkehrt. Dieses Motiv (die Flucht vor und zu den Menschen) durchzieht auch die folgenden Werke des Dichters.

Hermann Hesses Frühwerk stand noch ganz unter dem Einfluss von Gottfried Keller, das bedeutet, dass Hesse trotz romantischer Grundhaltung um eine realistische Darstellung bemüht war. Das zumeist autobiographisch geprägte Frühwerk spiegelte vielfach die inneren Wandlungen, Konflikte und Lebenskrisen aus der Jugendzeit des Schriftstellers. In seinen Büchern war Hesse vor allem darum bemüht, die von ihm als äußerst quälend empfundene Polarität von Verstand und Gefühl, von Geist und Sinnlichkeit in einen harmonischen Einklang zu bringen.

Demian (1919)

Von 1907 bis 1912 gab Hermann Hesse zusammen mit Albert Langen? und Ludwig Thoma die freigeistige Zeitschrift? „März“ heraus. 1911 reiste er für mehrere Monate durch Ceylon, Singapur und Sumatra. Die spirituellen und kulturellen Erfahrungen, die Hesse dort sammelte, prägten sein weiteres literarisches Werk und befreiten ihn vom Einfluss Gottfried Kellers. Wegen seiner hochgradigen Kurzsichtigkeit für „felddienstuntauglich“ erklärt, war Hesse während des Ersten Weltkriegs in der Kriegsgefangenenfürsorge tätig. Ausgelöst durch die schwere Erkrankung seines Sohnes und die beginnende Schizophrenie seiner Frau, stürzte Hesse 1916 in eine tiefe Lebens- und Schaffenskrise. Er fasste den Entschluss, sich einer Psychoanalyse zu unterziehen. Die wechselvollen Erfahrungen dieser Zeit flossen in den Roman „Demian“ (1919) ein, der Hesses zweiter großer Bucherfolg wurde. Der Roman, der in 1. – 8. Auflage? unter dem bekenntnishaften Pseudonym Emil Sinclair? (ein Freund Hölderlins) erschien, markiert eine wichtige Zäsur im Werk? Hesses: die Abkehr von der lyrisch-romantischen Haltung und die Hinwendung zu Nietzsches Übermensch-Vorstellung.

Der Steppenwolf (1927)

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Nach dem Krieg und der Trennung von seiner ersten Frau siedelte Hesse 1919 ins schweizerische Tessin über. 1923 erhielt er die schweizerische Staatsbürgerschaft. In den 1920er Jahren veröffentlichte Hermann Hesse zwei bedeutende Romane?, die auch beim heutigen Lesepublikum? noch äußerst populär sind. Nach dem Roman „Siddharta“ (1922), in dem Hesse die Lebensgeschichte eines Inders erzählt, der den Weg aus dem Lebensüberdruss zu einem erfüllten Dasein findet, erschien sein Erfolgsroman „Der Steppenwolf“ (1927). Darin geht es um den innerlich zerrissenen Harry Haller – einen sensiblen und gemütskranken Außenseiter, der unter den Menschen und seiner Zeit leidet. Harry Haller, der zwei Seelen in sich trägt, die eines Menschen und die eines Wolfes, verlässt die kalte und nüchterne Welt der Spießbürger. Hermann Hesse betonte, dass „Der Steppenwolf“ zwar von Leiden und Nöten berichte, aber keineswegs das Buch eines Verzweifelten sei, sondern das eines Gläubigen. Der Roman „Der Steppenwolf“ begründete Hesses Weltruhm als Schriftsteller und avancierte zum Kultbuch der Hippiegeneration.

Das Glasperlenspiel (1943)

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1943 legte Hermann Hesse in Zürich sein Alterswerk „Das Glasperlenspiel“ vor, an dem er seit Anfang der 1930er Jahre gearbeitet hatte. Darin gestaltet er noch einmal seine große Utopie: die Synthese von Gefühl und Vernunft, von Geist und Sinnlichkeit. „Das Glasperlenspiel“ gilt als einer der großen Bildungsromane des 20. Jahrhunderts. Die erste Ausgabe? in Deutschland erschien 1946.


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