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Hanika, Iris

Iris Hanika (geb. 18. Oktober 1962 in Würzburg) ist eine deutsche Schriftstellerin. Ihr erster Roman "Treffen sich zwei" (2008) stand auf der Shortlist? zum Deutschen Buchpreis 2008.

Leben und Schreiben

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Iris Hanika wuchs in Bad Königshofen im Grabfeld auf. Ihr Vater betrieb dort ein Betonwerk. 1979 ging sie nach Berlin, wo sie am heutigen Peter-Szondi-Institut? der FU Berlin Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik? studierte. Anschließend arbeitete sie als Übersetzerin im technischen Bereich und veröffentlichte Beiträge in Zeitschriften?, etwa in "du", aber auch in Tageszeitungen wie der "taz" oder der "Frankfurter Rundschau".

1992 brachte sie die Erzählung "Katharina oder Die Existenzverpflichtung" im Berliner Verlag Fannei & Walz heraus. Ab 1998 rezensierte Hanika politische Bücher für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 1999 bis 2002 war sie feste Mitarbeiterin der "Berliner Seiten" der FAZ, bis diese Beilage eingesetllt wurde. Für die FAZ ist Hanika weiterhin gelegentlich tätig.

"Das Loch im Brot" (2003)

2000 bis 2008 veröffentlichte Iris Hanika eine 27-teilige Chronik? in der Zeitschrift "Merkur". Viele Beiträge daraus sowie andere Texte erschienen 2003 unter dem Titel "Das Loch im Brot" in der edition suhrkamp. Im selben Jahr gab sie gemeinsam mit Stefanie Flamm? ausgewählte Kolumnen? aus der Berliner Zeitung unter dem Titel "Berlin im Licht. 24 Stunden Webcam" heraus, ebenfalls in der edition suhrkamp. 2005 folgte "Musik für Flughäfen", wieder eine Sammlung kurzer Texte.

"Die Wette auf das Unbewußte" (2006)

Gemeinsam mit ihrer Psychoanalytikerin Edith Seifert schrieb Hanika das 2006 erschienene Buch "Die Wette auf das Unbewußte oder Was Sie schon immer über Psychoanalyse wissen wollten". 1991 bis 1997 hatte sie bei Seifert eine Psychoanalyse nach Lacan absolviert. Das Buch berichtet, was die Autorin auf die Couch geführt hat, es schildert ihre Erfahrungen während der Therapie und vermittelt zugleich - geschrieben von Edith Seifert - Theorie und Geschichte der Psychoanalyse. Dass eine Analytikerin und eine Analysandin gemeinsam ein Buch veröffentlichen, war ein Novum und ausgesprochen ungewöhnlich.

"Treffen sich zwei" (2998)

Iris Hanikas erster Roman erschien 2008 und war gleich ein großer Erfolg: "Treffen sich zwei" schaffte es auf die Shortlist? zum Deutschen Buchpreis 2008. Das Buch versteht sich als "Liebesroman für Erwachsene" und als "Heimatroman? aus Berlin-Kreuzberg". Im Mittelpunkt der etwa einen Monat umfassenden Handlung steht der Beziehungsanfang zwischen einem Systemberater und einer Hysterikerin. Hanika verarbeitet darin - neben Zitaten aus dem Werk Heinrich von Kleists - Ingredienzien der heutigen Lebenswelt wie Sexratgeber, Musik und Songtexte sowie Alkohol und Eigenurin-Therapien.

Im Feuilleton? fand das Buch großen Anklang. "Von der neurotischen Befindlichkeit des Großstadtmenschen, der das lang gesuchte Glück zu zweit gern dort verpasst, wo es sich eigentlich längst eingestellt hat, liest man selten so intelligent und erfrischend klischeefrei", urteilte "Der Spiegel", und die "FAZ" lobte, wie gekonnt Hanika die Erwartungen der Leser unterlaufe, indem sie immer wieder Pop und Pathos? aneinander geraten lasse.

Iris Hanika lebt in Berlin.

Übrigens ...

ist Iris Hanika eine erklärte Gegnerin der Rechtschreibreform?.

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

  • Bücher von Iris Hanika bei Jokers
  • Katharina oder Die Existenzverpflichtung. Erzählung. EA 1992. Berlin, Verlag Fannei & Walz 1992, ISBN: 978-3927574144
  • Berlin im Licht. 24 Stunden Webcam. Hg. mit Stefanie Flamm. EA 2003. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag 2003, ISBN: 978-3518123584
  • Das Loch im Brot. Chronik. EA 2003. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag 2003, ISBN: 978-3518124383
  • Musik für Flughäfen. Kurze Texte. EA 2005, Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag 2005, ISBN: 978-3518124048
  • Die Wette auf das Unbewußte oder Was Sie schon immer über Psychoanalyse wissen wollten. EA 2006. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag 2006, ISBN: 978-3518124574
  • Treffen sich zwei. Roman. EA 2008. Graz, Literaturverlag Droschl 2008, ISBN: 978-3854207375
  • Das Eigentliche. Roman. EA 2010. Graz, Literaturverlag Droschl 2010, ISBN: 978-3442741984
  • Tanzen auf Beton. Weiterer Bericht von der unendlichen Analyse. EA 2012. Graz, Literaturverlag Droschl 2012, ISBN: 978-3854207993

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