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Literaturmuseum Baumbachhaus in Meiningen

Das Baumbachhaus in Meiningen ist ein Literaturmuseum, das seinem einstigen Bewohner, dem Dichter Rudolf Baumbach?, sowie der meininger Literaturgeschichte zwiwschen dem 18. und dem 20. Jh. gewidmet ist.

Die Ausstellung

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Die Ausstellung im Meininger Literaturmuseum Baumbachhaus beschäftigen sich einerseits mit Rudolf Baumbach?, dem Schöpfer solcher Volksliedtexte wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ und „Die Lindenwirtin“, der in diesem Haus wohnte. Nachweisbar ist der fränkische Fachwerkbau seit 1738, Teile des Gebäudes dienten als Scheune und wahrscheinlich auch Metzgerei. 1816 kaufte Rudolf Baumbachs Großvater Johannes Henning das Haus. Als dieser verstarb, zog die Familie des herzoglichen Leibarztes Julius Baumbach ein, wonach die Immobilie bis zum Aussterben der Meininger Linie der Familie Baumbach im Jahr 1920 in deren Besitz blieb. Die Stadt übernahm danach das Gebäude mit dem Ziel, ein Museum einzurichten.

Den zentralen Bereich des Literaturmuseums bilden die Privatbibliothek und das Wohnzimmer Baumbachs mit zahlreichen persönlichen Gegenständen und bibliophilen Kostbarkeiten aus dem 16. und 17. Jahrhundert, so beispielsweise eine fünfbändige, zwischen 1560 und 1579 in Nürnberg gedruckte Hans-Sachs-Ausgabe?. Im Flur des oberen Geschosses befindet sich eine überlebensgroße Gipsbüste von Rudolf Baumbach?. Die vom Pößnecker Bildhauer Robert Dietz geschaffene Büste sollte ursprünglich als Gussvorlage für ein Denkmal dienen. Vom selben Künstler stammen auch der Gänsedieb-Brunnen in Dresden sowie der Bechstein-Märchenbrunnen in Meiningen.

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Die weiteren Ausstellungsräume widmen sich anderen Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts, die im Meininger Land ihre Wirkungsstätte hatten. Ein Raum ehrt den Meininger Märchen- und Sagensammler Ludwig Bechstein?, der als herzoglicher Archivar? und Bibliothekar in Meiningen tätig war. Andere Exponate erinnern an Jean Paul?, der in Meiningen u. a. an seinem großen Erziehungsroman? „Titan“ arbeitete, an die Romanautoren Carl Gottlob Cramer? und Ernst Wagner?, den Alpinschriftsteller Ernst Adolf Schaubach? sowie an die Schriftsteller Friedrich Mosengeil? und Ludwig Köhler?.

Auch Friedrich Schiller und seiner Schwester Christophine Reinwald, welche seit 1786 mit dem Meininger Hofbibliothekar Reinwald verheiratet war, ist ein Raum im Baumbachhaus gewidmet. Schiller kam übrigens am 7. Dezember 1782 als Deserteur aus dem Württembergischen nach Meiningen. Die nächste Station seiner Flucht war das Dorf Bauerbach in der Nähe Meiningens. Hier gewährte ihm die Gutsherrin Henriette von Wolzogen Asyl und hier schrieb Schiller u.a. das Drama „Kabale und Liebe“.

Übrigens …

... ist das Literaturmuseum Baumbachhaus Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e. V. (ALG).

Kontakt & Öffnungszeiten

Kontakt

Kulturstiftung Meiningen-Eisenach
Meininger Museen
Schlossplatz 1
98617 Meiningen

Tel: 03693 - 50 36 41
E-Mail: kontakt@meiningermuseen.de

Postanschrift:
PSF 100554
98605 Meiningen

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 10.00 - 12.00 und 13.00 - 18.00 Uhr
Sonnabend und Sonntag 14.00 - 16.00 Uhr

Sekundärliteratur

Links

Videos

Das deutsche Volkslied „Hoch auf dem gelben Wagen“ gesungen von Walter Scheel

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