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Literaturmuseum „Theodor Storm“

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Eines der ältesten Häuser in Heiligenstadt ist das 1436 erbaute Mainzer Haus. Das im fränkischen Fachwerkstil errichtete Gebäude beherbergt seit dem Jahr 1988 das Literaturmuseum "Theodor Storm". Gewohnt hat Theodor Storm während seiner Zeit in Heiligenstadt von 1856 bis 1864 in diesem Gebäude zwar nie, jedoch wird er in der Funktion eines preußischen Kreisrichters auf dem Weg zum Schloss sehr oft an ihm vorbeigelaufen sein. Verdeutlichen soll dies auch die sockellose Bronzestatue des Dichters, die ihn als einen gewöhnlichen Passanten darstellt, der die Treppe hinab zur Stadt geht.

Foto: Michael Sander/Wikimedia Commons

Literaturmuseum

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In sechs thematischen Räumen wird im Literaturmuseum auf Leben und Werk? Theodor Storms während seines Aufenthaltes in Heiligenstadt zwischen 1856 und 1864 eingegangen. Die Themen der Ausstellungsräume sind „Fremd gewordene Heimat“, „Heimat in der Fremde“, „Der Lyriker und der Novellist in der Heiligenstädter Zeit“, „Theodor Storms Weihnachten“ sowie „Der Märchensammler und Märchendichter“. Im Erdgeschoss befindet sich zudem ein Raum, der an Heinrich Heines Taufe am 18. Juni 1825 in Heiligenstadt erinnern soll.

Darüber hinaus orientiert der Trägerverein des Museum, der Theodor-Storm-Verein zur Förderung von Kultur, Bildung und Wissenschaft am Literaturmuseum „Theodor Storm“, auf folgende Sammlungsschwerpunkte:

Foto: Michael Sander/Wikimedia Commons

Raum 1 – Fremd gewordene Heimat

Die Exponate im ersten Raum beschäftigen sich mit Leben und Werk Theodor Storms vor seiner Heiligenstädter Zeit ab August 1856. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen seine Wirkungsstätten bis zum benannten Jahr und die Gründe, die ihn letztlich nach Heiligenstadt führten.

Raum 2 – Heimat in der Ferne

Der zweite Raum befasst sich mit der unmittelbaren Lebenswelt des Autors, in der neben Beruf und Freunden vor allem die Familie das stete Zentrum seiner Person bildete. Von großer Bedeutung war seit jeher die Teestunde im Hause Storm. Symbolisiert wird dies durch den Teetisch im Ausstellungsraum.

Raum 3 – Der Lyriker in der Heiligenstädter Zeit

Der dritte Raum ist der Lyrik Storms gewidmet, welche in der Zeit seines Aufenthaltes in Heiligenstadt entstand. Die von Henning Westphal eingesprochenen Gedichte können vom Besucher angehört werden.

Storms Lyrik aus der Heiligenstädter Zeit (Auswahl):

  • 1857
    • Gedenkst du noch?
    • Am Geburtstage
    • Schlaflos
    • Immensee
  • 1858
    • Du warst es doch
    • Garten-Spuk
    • Ein Ständchen
  • 1863
    • Ein Sterbender
    • Der Lump
    • Sprüche
    • Gräber in Schleswig
  • 1864
    • Es gibt eine Sorte
    • Wir können auch die Trompete blasen

Raum 4 – Der Novellist in der Heiligenstädter Zeit

Im Mittelpunkt des vierten Raumes stehen die in Heiligenstadt verfassten Novellen wie beispielsweise „Auf der Universität“, Auf dem Staatshof und „Im Schloss“. Neben Storms großem Thema, der tiefen und andauernden Liebe, findet er in seinen Heiligenstädter Novellen zu einem neuen, zu einem realistischen Schreibstil.

Raum 5 – Theodor Storms Weihnachten

Theodor Storm als Familienmensch liebte das Weihnachtsfest. Es war für ihn nichts weniger als das große Fest der Familie. Hiervon handeln dann auch zahlreiche seiner Gedichte, Novellen und Briefe. Berühmte Beispiele für die Weihnacht als Thema in Storms Dichtung wären „Knecht Rupprecht“, „Unter dem Tannenbaum“ und „Abseits“.

Raum 6 – Der Märchensammler und Märchendichter

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Theodor Storm sammelte Volksmärchen und Heimatsagen aus Leidenschaft. Und schließlich finden sich mancherlei Motive daraus auch in Storms Werken wieder. Während seines Aufenthaltes in Heiligenstadt entstanden beispielsweise „Bulemanns Haus“, „Der Spiegel des Cyprianus“ und „Die Regentrude".

Foto: giorno2/Wikimedia Commons

Erdgeschoss – Heinrich-Heine-Zimmer

Heinrich Heine ließ sich am 28. Juni 1825 in Heiligenstadt taufen. Zu besichtigen sind unter anderem die Faksimiles der Taufdokumente. Ein weiteres Thema des Ausstellungsbereiches ist das Verhältnis Heines zur Religion.

Übrigens …

... kann man in der Umgebung von Heiligenstadt auf den Spuren von Theodor Storm Schauplätze erwandern, die aus seinen Werken und Briefen bekannt sind, so zum Beispiel der Iberg, die Burg Hanstein und die Teufelskanzel im Werratal.

Kontakt & Öffnungszeiten

Kontakt

Trägereinrichtung:
Theodor-Storm-Verein zur Förderung von Kultur, Bildung und Wissenschaft am Literaturmuseum "Theodor Storm"
Heilbad Heiligenstadt
Leitung: Dr. Regina Fasold

Adresse:
Literaturmuseum „Theodor Storm“
Am Berge
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel./Fax: 03606/613794
E-Mail: kontakt@stormmuseum.de oder literatur-museum-storm@heilbad-heiligenstadt.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag: 10.00 bis 17.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 14.30 bis 16.30 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene: 2,00 €
Gruppeneintritt (ab 10 Personen): 1,50 € pro Person
Kinder: 1,00 €
Museumsführung: 10,00 €
Kurgäste: 1,00 €
Schulklassen aus dem Landkreis Eichsfeld: frei

Angebote

Angebote für Schülergruppen

  • Führungen für Schulklassen und Gruppen sind nach Anmeldung möglich.
  • Für Schülergruppen der 5. bis 7. Klassen sowie für die der 8. Klasse stehen Materialien bereit, die selbständige Gruppenarbeit im Museum ermöglichen. Die Materialien sind vorab im Museum erhältlich.

Lesungen (nach Vereinbarung)

  • Theodor Storms Märchen (auch für Vorschulkinder geeignet)
  • Theodor Storm als Sammler von Märchen, Sagen und Gespenstergeschichten
  • Theodor Storms Lyrik

(Dauer: ca. 30 bis 45 Minuten)

Sekundärliteratur

  • Bücher von Theodor Storm bei Jokers
  • Bücher über Heiligenstadt und das Eichsfeld bei Jokers
  • Felicitas Marwinski, Antonia Günther: Literaturmuseum "Theodor Storm" Heilbad Heiligenstadt. In: Museen für Literatur, Musik und Theater in Thüringen. (Gera 1996)
  • Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland. Digitalisiert von Günter Kükenshöner. Hrsg. von Bernhard Fabian. Hildesheim: Olms Neue Medien 2003.

Links

Videos

Über das Literaturmuseum „Theodor Storm“ in Heilbad Heiligenstadt

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