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Phantagon

Als Phantagon wird ein Roman bezeichnet, in dem jeder Leser eine andere Mischung verschiedener literarischer Formen oder Gattungen (Genres) erblickt. Der Begriff Phantagon wurde im literarischen Sinne 2005 von Ralf Isau geprägt. Seither findet diese Bezeichnung international mehr und mehr Verwendung.

Entstehung

Im Juli 2005 urteilte Helmuth Santler in bestofweb.at über Ralf Isaus Saga „Der Kreis der Dämmerung“: „… ein absolut erwachsenentauglicher, beeindrucker Fact-Fiction-Thriller-Drama-Fantasy-Mix“. Das Wellness Magazin schrieb im September 2005 über Isaus Tetralogie, sie sei eine „Parforcejagd durch die Geschichte – Thriller und Fantasy. Auch für Jugendliche.“

Schon lange fiel Ralf Isau auf, dass Leser, Buchhändler, Bibliothekare und Rezensenten sich gleichermaßen schwer taten, für seine Werke? die passende Gattung zu finden. 2005 klagte ihm zudem ein Lektor sein Leid, Isaus Bücher seien für Buchhändler und Leser schwer einzuordnen. Gemeint waren die üblichen Schubladen: Thriller?, historischer Roman, Fantasy, Mystery, ….

Ralf Isau zu seinen Büchern: "Immer wieder spiegeln sich verschiedene Facetten unterschiedlicher Literaturformen oder gar Genres in ihnen oder – um die Verwirrung auf Seiten der Schubladenbefürworter komplett zu machen – die Romane werden von unterschiedlichen Lesern ganz verschieden wahrgenommen." Er zitiert in diesem Zusammenhang den Romantiker Jean Paul?, der noch ganz selbstverständlich schrieb: "Sprache ist das Gewölbe, an dem jede Phantasie ein anderes Gebilde erblickt."

Am 23. Juni 2005, einige Stunden nach dem Gespräch mit seinem Lektor, prägte Ralf Isau als mögliche Lösung des Problems schließlich den literarischen Begriff Phantagon.
Ralf Isau dazu: „So prägte ich, um die künstlich eingegrenzte Sichtweise möglichst schonend in eine mehr ganzheitliche Wahrnehmung zu überführen, den Begriff des Phantagons. Den Freunden der Schubladen mag dieser als Etikett dienen, um das bedrohlich Unfassbare doch irgendwie abzugrenzen. Den Neugierigen und Entdeckern dagegen soll er aufregende Entdeckungen versprechen.“

Übrigens

Die Vermischung von Genres und die damit auftretenden Zuordnungsprobleme betreffen natürlich nicht allein Ralf Isau. Er fand mit seiner Begriffsbezeichnung der Phantagone lediglich eine mögliche Lösung. Zahlreiche Schriftsteller vor ihm, als ein Beispiel sei der englische Dramatiker Henry Arthur Jones? (geb. 20. September 1851 in Grandborough, Buckinghamshire; gest. 7. Januar 1929 in Hampstead) genannt, schrieben Phantagone, vermischten also in ihren Werken so verschiedene Stilrichtungen wie Romanze, Gesellschaftsdrama, Komödie und andere.

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