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Wolfszorn

von<br> Rainer Küster und Rüdiger Schneider

Wolfszorn, Buchcover - (c) Universitätsverlag Brockmeyer

Wenn die Kommissare Brenner und Rogalla nach der Aufklärung ihres Falles in Rainer Küsters und Rüdiger Schneiders drittem gemeinsamen Kriminalroman „Wolfszorn“ auf ein Bier im Bochumer "Tucholsky" sitzen, weiß der Leser, dass Polizeiarbeit Spuren hinterlässt. „Der Fall ist ungewöhnlich“, heißt es im Roman, und diese Feststellung ist nicht übertrieben, denn die Kommissare werden mit der Erkenntnis konfrontiert, dass der Mörder kein Mensch ist, sondern ein Wolf.

Das hat zur Folge, dass den Kommissaren eine Profilerin zur Seite gestellt wird, die helfen soll, von der psychischen Seite Licht ins Dunkel zu bringen. Eine andere Frau, eine Praktikantin, ist durch ihre forsche, natürliche Art eine Hilfe für das Ermittlungsteam und die Vierte im Bund auf Zeit. Beide Kommissare reagieren unterschiedlich auf die Anwesenheit der Frauen, was auf einer ganz anderen Ebene als der der Morde schon interessant und lesenswert ist.

Überhaupt geht es in diesem Kriminalfall um Liebe in all ihren Spielarten und um den Tod?, der kein natürlicher ist, ausgelöst von einem Ereignis in der Vergangenheit, an dem die Opfer beteiligt waren. Der Kreis der Opfer ist eine Clique, deren Mitglieder befreundet sind und verheiratet. Jede dieser Ehen ist belastet oder schon längst keine mehr, ein Wust aus Untreue, Gleichgültigkeit und Verrat. Und einer steht dabei, Jochen Buchholz, der eigentlich nicht dazugehört. Es geht auch um Gerechtigkeit?, wenn man Rache aus einem verständlichen Blickwinkel so bezeichnen will. Bei jedem Ermordeten findet man eine rote Karte mit der Aufschrift „Ex 21“, die auf das 2. Buch Mose hinzuweisen scheint: „Auge um Auge, Zahn und Zahn.“

Rainer Küster? und Rüdiger Schneider? haben mit ihrem dritten Kriminalroman ein außergewöhnliches Buch geschrieben, in dem alles passt, die vielen agierenden Figuren, die Spannung, auch die klare, schnörkellose Sprache. Kenntnisreich beschreiben sie das Milieu des Ruhrgebiets, die Liebe zum Fußball, die auch ihre eigene ist. Und last not least haben sie ein Gespür für Auftritte, Abgänge und große Momente, was auf der dunklen Seite des Lebens von Vorteil ist.

Autor: Michael Starcke

Literaturangaben

  • Küster, Rainer/Schneider, Rüdiger: Wolfszorn. Kriminalroman aus dem Ruhrgebiet. Universitätsverlag Brockmeyer, Bochum 2011, 282 S., 12,90 €, ISBN: 978-3819608285

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