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Zigaina, Giuseppe

Giuseppe Zigaina (geb. 1924 in Cervignano del Friuli) ist ein italienischer Autor. Er zählt zu den bedeutendsten bildenden Künstlern seines Landes.

Leben

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Giuseppe Zigaina wurde 1924 in Cervignano del Friuli geboren. Er zählt zu den bedeutendsten bildenden Künstlern Italiens. Seine Arbeiten hängen in vielen Museen der Welt.

In den Jahren 1956, 1960, 1966 und 1982 war Zigaina Teilnehmer der Biennale von Venedig. Giuseppe Zigaina arbeitete u.a. an den Filmen Teorema, Decameron und Medea mit.

Mit Pier Paolo Pasolini verband ihn eine lange Freundschaft. So beschäftigte sich Giuseppe Zigaina in seinem literarischen Werk immer wieder mit den Arbeiten Pasolinis. Sein essayistisches Werk widmet sich der Dechiffrierung des Todes von Pasolini als „Gesamtkunstwerk“.

Schreiben

In die Lagune

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Erzählungen von einer Kindheit im Flussgebiet und der Freundschaft mit Pasolini und der „göttlichen“ Callas.

In seinen Erzählungen kehrt der große Maler und Essayist Giuseppe Zigaina zurück zu den Landschaften seiner Erinnerung: Zu den Flussauen um Cervignano del Friuli und Aquileia, zur Lagune und der Inselwelt von Grado, zum Internat im heute slowenischen Tolmin.

Mit der Detailfreude des Zeichners und Malers evoziert der Autor die Düfte der Felder Friauls, die bange Erwartung und Freude der Wallfahrer flussabwärts Richtung Grado beim Anblick des Doms im Licht der aufgehenden Sonne, die Weichheit der mütterlichen Haut, die bedrohliche Ungewissheit bei der Zugfahrt zu einem Gerichtsprozess, die Neugier bei nächtlichen Ausflügen mit dem Fahrrad.

Meisterhaft erzählt Zigaina von Menschen auf dem Land und in der Lagune, von einer vergangenen Welt, die noch beseelt war von Geheimnissen und Menschenvertrauen, und nicht zuletzt von seiner langjährigen Freundschaft mit Pier Paolo Pasolini und der unvergesslichen „la divina“, Maria Callas, sowie von der Liebe und dem Missverständnis zwischen diesen beiden.

Mein Vater, der Widder

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Erzählungen. Friulanische Erinnerungsbilder von nächtlichem Streunen am Fluss und dem mythischen Aquileia.

Zigaina, der Maler und Essayist, flicht in seinem neuen Erzählband dichte Kindheitsbilder: Die Begegnung mit der Künstlertochter Elisa, die sich aus dem bombardierten Mailand in das Dorf im Karst flüchtet; das von den Alliierten befreite Udine, in dem es zu nervösen Übergriffen auf Zivilisten kommt; das Pfeifen des täglich vorbeifahrenden Orient-Express’; die Schiffsreise mit dem Vater von Triest nach Lissabon; der Malwettbewerb für die faschistische Jugend; der österreichische Deserteur, der sich in den friaulischen Wäldern sicherer fühlt als in seiner Heimat.

In Wachträumen entziffert der Erzähler den mythischen Urgrund Aquileias – des antiken Zentrums des Handels, der Christianisierung und der Häresie – und liest in der Jonasdarstellung im Bodenmosaik des Domes das kreative Grundmotiv seines Freundes Pasolini: Die Inszenierung von Tod und Auferstehung. Und in der Darstellung des Widders trifft sich die Erinnerung an den Vater und an den Wunsch nach Unsterblichkeit.

Übrigens …

Mit Friederike Mayröcker verbindet Giuseppe Zigaina eine jahrzehntelange Künstlerfreundschaft.

Werk (Auswahl)

  • Bücher von Giuseppe Zigaina bei Jokers
  • Pasolini und der Tod. Mythos, Alchimie und Semantik des „glänzenden Nichts“, Piper Verlag, München 1989, ISBN: 978-3492032636
  • In die Lagune: Erzählungen, Folio Verlag, Wien 2006, ISBN: 978-3852563473
  • Mein Vater, der Widder: Erzählungen, Folio Verlag, Wien 2008, ISBN: 978-3852564005

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