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Paläographie

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Das Wort Paläographie setzt sich aus altgriechischen? Wörtern „παλαιóς” (alt) und „γράφειν“ (schreiben) zusammen. Inhaltlich handelt es sich um die Lehre von den alten Schriften. Dabei geht es jedoch nicht um literatur- oder sprachwissenschaftliche Aspekte sondern um die zeitliche und räumliche Einordnung der Verwendung bestimmter Schriften sowie ggf. deren Entzifferung. Darüber hinaus sind auch die Entwicklung und gegenseitigen Abhängigkeiten der Schriften von Interesse und in den letzten Jahren wurden mehr und mehr Aspekte der Physiologie, Psychologie und Soziologie des Schreibens integriert.

Die Anfänge der modernen Paläographie liegen in der Urkundenlehre? und Codicologie?, wobei es bei ersterer vorrangig um Unterscheidung echter von gefälschten Quellen? ging, in letzterer um die Altersbestimmung und Entzifferung von Manuskripten, aber auch um die Bestimmung möglicher Überlieferungsfehler. Die Paläographie reiht sich somit in den Bereich der historischen Hilfswissenschaften ein. Ihre Methoden bestehen dabei im Wesentlichen in der Analyse der einzelnen Buchstaben?, ihrem Verhältnis untereinander sowie der Klärung der Verwendung typischer Abkürzungen. Überschneidungen des Forschungsgegenstandes treten dabei mit anderen Disziplinen wie der Diplomatik? und Codicologie?, insbesondere aber auch mit der Papyrologie? und der Epigraphik? auf.

Der Ursprung der europäischen Paläographie liegt in der Analyse lateinischer und griechischer Texte. Dabei ist besonders die Betrachtung der lateinischen Quellen von großer Bedeutung da die lateinischen Monumental- und Currensschriften die Grundlage für fast alle europäischen Schriftarten bilden.

Foto: Dieter Schütz/pixelio.de.


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