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Rubrik

Das Fremdwort ist seit der mittelhochdeutschen Zeit? belegt, im Spätmittelhochdeutsch? bedeutet "rubrik(e)" soviel wie "roter Schreibstoff" (lateinisch "rubrum" = rot). Es hat sich aus dem spätlateinischen? Wort "rubrica" (zu ergänzen ist "terra") entwickelt (rote Erde, dann roter Farbstoff und roter Schreibstoff, auch "mit roter Farbe geschriebener Titel eines Gesetzes").

Das Wort bezeichnete in Rot gehaltene Überschriften?, die einzelne Abschnitte? in mittelalterlichen Handschriften? und Frühdrucken? trennten. Ja sogar Initialen, Zeichnungen für Paragraphen?, Absätze?, Strichel? und Satzstrichel? (Punkte von Großbuchstaben?) wurden mit dem Wort bezeichnet, wenn sie in roter Farbe gehalten waren. All diese roten Markierungen dienten der Textgliederung? und wurden meist von einem zweiten Schreiber? ausgeführt, der Rubrikator? genannt wurde. Er übernahm auch die Korrektur? der Texte seines Kollegen.

Heute hat das Wort die Bedeutung "Abschnitt, Fach, Spalte" und es ist auf dem Hintergrund der geschichtlichen Entwicklung klar, warum.


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