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Frank, Anne

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Anneliese Marie Frank (geb. 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main; gest. März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen) war ein deutsches Mädchen, das sich mit seiner Familie wegen seiner jüdischen Abstammung im niederländischen Exil versteckt hielt und zuletzt doch nach Bergen-Belsen deportiert wurde, wo es starb.

Das Tagebuch der Anne Frank gilt als einzigartiges Dokument? aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Leben

Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 als Tochter des jüdischen Kaufmanns Otto Frank und dessen jüdischer Frau Edith in Frankfurt am Main geboren. Ihre Schwester Margot war drei Jahre älter als sie. 1933 zog die Mutter mit ihren Töchtern nach Aachen.

Von 1934 an lebte die Familie in Amsterdam, wo Otto Frank am Aufbau verschiedener Unternehmen beteiligt war. In Amsterdam besuchte Anne Frank den Montessori-Kindergarten. 1935 wechselte sie zur Grundschule, 1941 zum jüdischen Lyzeum. Als deutsche Truppen 1940 die Niederlande besetzten, wurde das soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben der Juden durch antisemitische Gesetze stark eingeschränkt.

Zu ihrem 13. Geburtstag am 12. Juni 1942 bekam Anne Frank von ihrem Vater ein rot-weiß kariertes Tagebuch geschenkt. Am selben Tag begann sie in niederländischer Sprache mit den Eintragungen, die an ihre erdachte Freundin Kitty adressiert waren. Die letzte Eintragung datiert vom 1. August 1944.

Um der Verschleppung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, täuschte die Familie im Juli 1942 die Flucht in die Schweiz vor. Sie bezog in Amsterdam ein Versteck, das sich in rund 50 m² großen Räumen in der Prinsengracht 263 befand. Im Laufe des Jahres fanden dort weitere Personen Unterschlupf, so dass dort insgesamt acht Menschen lebten.

Am 4. August 1944 wurde das Versteck verraten. Die Geheime Staatspolizei verhaftete die Flüchtlinge und internierte sie im Konzentrationslager Westerbork. Von dort kam Anne Frank in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, später in das Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Anne Frank starb im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus.

Literarische Arbeiten

Das Tagebuch der Anne Frank, Aufzeichnungen (1947)

„Das Tagebuch der Anne Frank“ erschien erstmals 1947 in niederländischer Sprache unter dem Titel „Het Achterhuis“. Die erste Übersetzung ins Deutsche lag 1950 vor. Die Aufzeichnungen? umfassen den Zeitraum vom 12. Juni 1942 bis zum 1. August 1944.

1940 wurden die Niederlande von deutschen Truppen besetzt. Das Leben der Juden wurde durch antisemitische Gesetze stark eingeschränkt. Anne Frank berichtet in ihrem Tagebuch, das sie von ihrem Vater zum 13. Geburtstag geschenkt bekommen hat, von der Besatzungszeit und dem Leben im Amsterdamer Hinterhaus-Versteck.

Anne Franks Vater, Otto Frank, war der einzige Überlebende seiner Familie. Nach dem Krieg erhielt er von Miep Gies, die die Familie während der Besatzungszeit unterstützt hatte, Annes Tagebuch. „Das Tagebuch der Anne Frank“ wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Zweifel an der Echtheit der Aufzeichnungen?, die von antisemitischen Kreisen immer wieder vorgebracht werden, wurden durch die Edition einer vollständigen textkritischen Ausgabe? widerlegt.

Übrigens ...

Neben dem „Tagebuch“ erschien von Anne Frank der Band „Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus“. Darin sind Erzählungen, Märchen und Beobachtungen enthalten.

Werke (Auswahl)

  • Bücher von und über Anne Frank bei Jokers
  • Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus. Frankfurt am Main, Fischer Verlag 2003, ISBN: 978-3596157778
  • Tagebuch. Die endgültige deutschsprachige Fassung. Frankfurt am Main, Fischer Verlag 2002, ISBN: 978-3596152773

Hörspiele

  • Das Tagebuch der Anne Frank. CD. Berlin, Universal Music 2005, ISBN: 978-3829114905

Sekundärliteratur

  • GOLD, ALISON L.: Erinnerungen an Anne Frank. Limitierte Sonderausgabe. Ravensburg, Ravensburger Buchverlag 2005, ISBN: 978-3473542505
  • LINDWER, WILLY: Anne Frank. Die letzten sieben Monate. Augenzeuginnen berichten. Frankfurt am Main, Fischer Verlag 2000, ISBN-13: 978-3596116164
  • MAARSEN, JACQUELINE VAN / SCHÄFER, STEFANIE: Ich heiße Anne, sagte sie, Anne Frank. Frankfurt am Main, Fischer Verlag 2005, ISBN: 978-3596162864

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