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Uske, Holger

Holger Uske (geb. 21. April 1955 in Riesa) ist ein deutscher Autor und wohnt in Suhl. Er beschäftigt sich mit Prosa, Lyrik und Liedern.

Leben und Schreiben

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Holger Uske wurde 1955 in Riesa geboren, seit 1959 lebt er bereits im südthüringischen Suhl. Von 1961 bis 1973 ging er in Suhl zur Schule und legte das Abitur ab. Bereits in dieser Zeit entstanden erste Gedichte und Lieder.
Von 1973 bis 1977 absolvierte Holger Uske ein Studium der Gerätetechnik in Ilmenau und beendete es als Diplom-Ingenieur. Während seiner Studienzeit beteiligte er sich am Lesetheater? an der TH Ilmenau und wurde Leiter der AG Wort? (Schreibende Studenten?). Es folgten Lesungen in Ilmenau, Weimar, Jena, Leipzig sowie eine Teilnahme am Poetenseminar Schwerin. Außerdem war Holger Uske von 1974 bis 1987 Mitglied im Zirkel Schreibender Werktätiger? von Walter Werner in Meiningen sowie von 1975 bis 1977 und 1980 bis 1989 Gasthörer beim Schriftstellerverband? des Bezirkes Suhl.

In der Zeit von 1977 bis 1979 arbeitete Holger Uske in Dresden und im Erzgebirge, er heiratete, veranstaltete Lesungen und war Gründungsmitglied des fiktiven Dichters "Urban G. Remsch".
Holger Uske dazu: "Urban G. Remsch ist ein Dichter, den es nicht gab: Fünf Autoren fanden sich ursprünglich zusammen - wenn mich meine Unterlagen nicht täuschen, zum ersten Mal am 18. April 1978 im Café Prag in Dresden - und dichteten gemeinsam. Wie soll ichs erklären: In der Lyrik schrieb jeder eine Zeile, in der Prosa hatte man einen oder zwei Sätze frei. Die Spezifik (und Klasse!) des Textes ergab sich aus der Unterschiedlichkeit der Handschriften, vielleicht könnte man es am besten mit dem Jazz vergleichen und dem dortigen Improvisieren über ein Thema, denn das Thema war schon vorgegeben ... Interessant ist auf jeden Fall, dass sich das Ganze bald verselbstständigte und diverse Remsch-Gruppen entstanden, die dann alle das "Remschen" betrieben, eben das kollektive Dichten."

Die Jahre 1979 bis 1990 waren geprägt von seiner Arbeit im Elektrogerätewerk Suhl, den ersten eigenen literarisch-musikalischen Programmen und natürlich 1979 und 1982 von der Geburt der beiden Söhne.
1980 bis 1982 trieb Holger Uske die Etablierung der „Lesebühne“ in Suhl als Podium für junge Autoren voran. 1984 verhinderte die Staatssicherheit der DDR, dass er zum Studium am Literaturinstitut Leipzig? zugelassen wurde.

Von 1990 bis 1993 belieferte Holger Uske jeweils als Redakteur? in Festanstellung zwei Südthüringer Wochen- und Tageszeitungen. Seit 1990 ist er Vorsitzender des Südthüringer Literaturvereins und seit 1993 Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Suhl. Von 1997 bis 2006 war Holger Uske Mitglied im FDA Thüringen (Freier Deutscher Autorenverband?) und seit 2006 Mitglied im VS Thüringen (Verband deutscher Schriftsteller?). Von Holger Uske gab es in den letzten Jahren zahlreiche literarisch-musikalische Programme, Veröffentlichungen, eigene Bücher und Lesungen.

Übrigens ...

Der Lyriker? Holger Uske und der Fotograf Günter Giese fanden sich vor wenigen Jahren zu einem bislang einzigartigen Experiment zusammen, als dessen Ergebnis 2004 das photographisch-lyrische Porträt "Gesichter der Bettina M." vorlag. Giese gestaltete zu jener Zeit eine Porträtserie mit Bettina M. So wurde die Idee geboren, zu den Fotos gezielt Gedichte zu verfassen. Die auf diese Weise entstandenen Texte nehmen die Fotomotive auf, erweitern und konterkarieren sie und setzen ein lyrisches Ich zu ihnen ins Verhältnis. "Fotografisch-lyrisches Porträt" nennen die Künstler ihr Projekt, für das sie zeitgleich im Verlag Buchhaus Suhl? den Begleitband "Gesichter der Bettina M" publizierten.

Auszeichnungen

  • Förderpreis beim Zentralen Poetenseminar der FDJ 1979 (Prosa)
  • 3. Preis beim Literaturwettbewerb des FDGB 1986 und 1988 (Lyrik)
  • Literaturpreis der Stadt Würzburg 1991 (Prosa)
  • Preis „Wort vor Ort“ Andernach 1992 (Lyrik)

Werke (Auswahl)

  • Bücher von Holger Uske bei Jokers
  • An einem dieser Morgen, Literaturkassette Würzburg, 1992
  • Das laute laue Leben, Erzählungen, Privatdruck Suhl, 1993
  • Zeit-Los, Gedichte 1990 - 1995, Privatdruck Suhl, 1995
  • Minutenlang, Erzählungen, Privatdruck Suhl, 1997
  • Sonntag mit Ann, Liebesgedichte und erotische Fotografien (mit H.J.P. Franke), Verlag Buchhaus Suhl, 1997, ISBN 3-929730-13-8
  • Magische Momente, Gedichte 1996 - 1999, quartus-Verlag Bucha bei Jena, 1999, ISBN 3-931505-71-5
  • Zwielicht, Erzählungen 1999 - 2002, Verlag Die Scheune Dresden, 2003, ISBN 3-931684-85-7
  • Gesichter der Bettina M., fotografisch-lyrisches Porträt (mit Fotografien von Günter Giese), Verlag Buchhaus Suhl, 2004, ISBN 3-929730-26-X
  • Ernst Fischer - Ein Suhler Forscher und Techniker, Biografie eines Suhler Erfinders, Stadtverwaltung Suhl, 2005
  • Dr. Oppermanns Tür, Erzählungen (2002 - 2006), quartus-Verlag Bucha bei Jena, 2006, ISBN 3-936455-50-3

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