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E-Book-Reader

manchmal auch abkürzend E-Reader genannt

Allgemeines

Zu einem E-Book-Reader gehören Bildschirm?, Speicher?, Tasten und Akku. Beim Bildschirm?, auch Display oder Monitor genannt, sind die Größe, die Bildpunkte und die Graustufen für die Lesbarkeit des E-Books entscheidend. Übliche Reader haben ein Display ungefähr in der Größe eines Taschenbuches. Die Größe wird in Zoll angegeben und diagonal gemessen. Die ersten Modelle hatten 6 Zoll in der Diagonalen. Durch die Zahl der Bildpunkte, auch Pixel genannt, und der Graustufen wird die Qualität der Texte und Bilder bestimmt. Zum Lesen von digitalisierten Zeitungen? und Magazinen?, die man E-Papers? nennt, werden Reader mit einem größeren Bildschirm hergestellt. Durch die Technologie des Elektronischen Papiers und der Nachempfindung des Eindrucks von Tinte auf Papier ist das Lesen auf dem Monitor für die Augen angenehm.

Die ersten Reader für E-Books stattete man mit einem internen Speicher ab 256 MB aus, der die Speicherung von einigen E-Books zuließ. Mit externen Speichern konnte auf mehrere Gigabytes aufgerüstet werden. So konnten auf einem Reader tausende von Büchern - wie in einem großen Buchregal? - abgestellt werden. Ein Reader benötigt zum lesen der [E-Book|E-Books]] Strom, der durch Akkus bereitgestellt wird. Mancher voll geladene Akku bei den ersten Readern schaffte es, rund 7.000 Seiten? umzublättern? und hielt rund 14 Tage. Heute hält ein Akku meist Monate lang.

Mit Hilfe von Tasten können beim E-Book Bemerkungen? zum Text oder Lesezeichen? eingefügt werden. Außerdem blättert man damit um. Umblättern per Wischbewegung auf dem Touchscreen war am Anfang der Readerentwicklung noch ein technisches Problem, heute nicht mehr. Manche Reader haben Lautsprecher und können den Text vorlesen?. Sie können auch Musik abspielen oder Bilder speichern. Das Hören ist auch per Kopfhörer möglich. Bei manchen Readern kann man auch ein Mikrophon anschließen, sofern es nicht intern verbaut ist, und Sprache aufnehmen.

Schon zur Frankfurter Buchmesse 2009 wurden jackentaschengroße Reader mit Farb-Displays, die Bild und Film darstellen können, dem Publikum präsentiert. Aus Taiwan kam die Nachricht von einem Reader mit zwei Bildschirmen, die sich gegenüber liegen, wie die beiden Seiten? bei einem aufgeblätterten Buch. So wollte dieses Reader-Modell das normale Lese-Erlebnis mit einem Buch besser imitieren. Ähnlich wie die ersten Buchdrucker mit ihren beweglichen Lettern? das Schriftbild? der handgeschriebenen? Bücher nachempfanden. Durchgesetzt hat sich dieses Reader-Modell jedoch bisher nicht.

Zu Beginn der E-Book-Ära gab es noch viele verschiedene Datei?-Formate? wie TXT, RTF, PDF, Word und EPUB, mit denen die digitalisierten Worte und Sätze auf das Display des Readers gelangten. Immer mehr hat sich in der letzten Zeit das EPUB-Format als Standard herauskristallisiert. EPUB ist die Abkürzung für electronic publication. Dieses Format stellte sich als ideal für E-Books heraus. EPUB ermöglicht es im Gegensatz zu starren Formaten? die elektronische Schrift der Monitorgröße von Readern anzupassen und die Schrift beliebig zu vergrößern?.

Einen Sonderweg geht hier Amazon mit dem Kindle?, um Kunden an sich zu binden.

Geschichte

Erste Jahre

Die ersten erwähnenswerten Versuche mit E-Books auf Readern gehen in die Zeit um 2000 zurück. Es begann mit Lesegeräten, die mit einer CD arbeiteten, worauf einige Bücher gespeichert waren. Einige Jahre später konnten E-Books aus dem Internet? entweder indirekt über den Computer?, über W-LAN? oder per Mobilfunk? auf den Reader gebracht werden.

2012

Die Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) 2012 fand heraus, dass zu diesem Zeitpunkt 5,2 Prozent der Deutschen einen E-Reader (2011: 1,5 Prozent) hatten. Kaufpläne für ein Lesegerät hatten 7,1 Prozent (2011: 3,1 Prozent). Und 12,2 Prozent der Befragten hatten den E-Reader als "Objekt der Begierde" auf dem Technikwunschzettel. Basis der Studie war eine bevölkerungsweite, repräsentative Umfrage unter 8.623 Personen von 14 bis 69 Jahren.

Mit anderen Worten: 2012 begann der Durchbruch der E-Book-Reader. Als Ausdruck dieses Wandels konnte die Umbenennung von libri.de in ebook.de gesehen werden. Im September 2012 verkaufte der deutsche Großhändler zum ersten Mal mehr E-Books als gedruckte Bücher. Bitkom? schätzte, dass 2012 etwa 800.000 E-Book-Reader verkauft worden waren - fast 250 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit kam der Reader in der "breiten Bevölkerung" an. Dazu beigetragen hatte vor allem der Preis: Es kamen immer mehr erschwingliche Geräte auf den Markt.

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