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Bild

Der Begriff des Bildes ist

Definition

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Bild ist ein Begriff aus der Literaturwissenschaft (Stilanalyse?) und bezeichnet die verschiedenen Formen poetisch-anschaulicher Ausdrucksweise. Bildlichkeit ist ein wesentlicher Bestandteil literarischer Sprache; im Gegensatz zur wissenschaftlich-theoretischen Sprache, die ohne Bilder auskommt und oft nur Fachleuten verständlich ist.

Bilder sind aus der Literatur nicht wegzudenken. Sie prägen den Stil eines Werkes?, eines Autors oder einer Literatur-Epoche. Die poetische Sprache lebt von der Bildhaftigkeit und Einprägsamkeit ihrer Bilder. Ihr Reiz besteht vor allem darin, dass sie der gewöhnlichen Sprache neue Ausdrucksmöglichkeiten abgewinnen. Der Umfang eines sprachlichen Bildes reicht von unscharfen Andeutungen bis zur erschöpfenden Beschreibung?. Bestimmte Erfahrungen wie z. B. der Verlust eines geliebten Menschen oder das Gefühl höchsten Glückes können oft erst durch Bilder angemessen ausgedrückt werden.

Foto: pixelio.de

Kunst oder Kitsch?

Bilder können u. a. seelische Regungen und allgemeine Beobachtungen spiegeln, aber auch komplexe Gedankengänge und abstrakte Sachverhalte veranschaulichen. Die meisten Bilder entfalten ihre poetische Kraft erst im Zusammenspiel mit den assoziativen Fähigkeiten des Lesers. Die Intensität ihrer Wirkung hängt letztendlich aber vom literarischen Geschmack des Lesers ab: Was für den einen hohe Kunst ist, ist für den anderen unerträglicher Kitsch.

Als besonders bildhaft gilt die Lyrik, da hier Bilder häufig als Vehikel für starke Gefühle verwendet werden. In Epik und Drama variiert der Bildgehalt stark und weist sowohl Werke? von hoher, fast lyrischer Bildhaftigkeit auf als auch von kühler, distanzierter Sachlichkeit (z. B. Reportageliteratur?).

Bilder prägen den Stil

Die Verwendung eines bestimmten Bildes oder ganzer Bildsysteme ist kennzeichnend für den Stil eines Werkes?, eines Autors oder einer Literatur-Epoche. Die Literaturwissenschaft analysiert diese Eigentümlichkeiten und vergleicht z. B. die barocke? Bildlichkeit mit der des Expressionismus.

Bilder im Überblick

In der Literatur gibt es eine allgemeine Bildlichkeit, die durch Beschreibung entsteht - Ziel ist, im Leser quasi visuelle Eindrücke hervorzurufen, also sein Kopfkino in Gang zu setzen. Daneben gibt es eine Reihe mehr oder weniger scharf definierter Sonderformen. In der Praxis sind die Grenzen zwischen den einzelnen Bildern oft fließend. Am häufigsten sind:

  • Allegorie – Sprachbild, bei dem abstrakte Begriffe und Gedankengänge sinnbildlich dargestellt werden
  • Emblem?
  • Gleichnis – bildhafte rhetorische Figur, die eine Vorstellung, ein Ereignis oder einen Zustand durch einen Vergleich mit einem anderen konkreten Sachverhalt veranschaulicht
  • Metapher – Form des bildhaften Sprechens, bei der die Wörter nicht in der eigentlichen, sondern in übertragener Bedeutung verwendet werden
  • Personifikation?
  • Symbol – bildkräftiges Zeichen, das stellvertretend für eine Idee oder eine Handlung steht. Es ist nur denjenigen verständlich, die wissen, was es bedeutet. Anders als die hier aufgeführten Begriffe gehört das Zeichen selbst nicht in den Bereich der Literaturwissenschaft, sondern in die Sprach- und Kulturwissenschaft? und damit nicht in diese Aufzählung hinein.
  • Tropus – beim Tropus wird ein gemeinter Ausdruck durch einen bildhafteren ersetzt
  • Vergleich?

Sekundärliteratur

  • Burdorf, Dieter: Einführung in die Gedichtanalyse. Metzler Verlag, Stuttgart 1997, ISBN: 978-3476122841
  • Kohl, Katrin: Metapher. Metzler Verlag, Stuttgart 2007, ISBN: 978-3476103529
  • Kurz, Gerhard: Metapher, Allegorie, Symbol. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN: 978-3525340325


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