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Chamisso, Adelbert von

Emigrant, Pflanzenkundler am Botanischen Garten Schöneberg bei Berlin und Dichter

Leben und Schreiben

Im Sommer 1813 schrieb Chamisso "Peter Schlemihls wundersame Geschichte", eine Märchenerzählung, die aber in Wahrheit Chamissos Weltreise im Sommer 1815 ankündigt, von der Chamisso 1813 aber noch nichts wusste.

Als Botaniker beschäftigte sich Adelbert von Chamisso mit den Schriften Linnés, Alexander von Humboldts und Albrecht von Hallers.

Der Verleger, Buchhändler und Freund Julius Eduard Hitzig vermittelte Chamisso 1815 den Posten eines Titulargelehrten auf dem Forschungsschiff "Rurik". Es sollte den Pazifik und die Arktis erkunden, war von Russland finanziert und stand unter Otto von Kotzebues Kommando.

Reise um die Welt

Während seiner Weltreise 1815 machte sich Adelbert von Chamisso Notizen und studierte die damalige Forschungsliteratur? zu den bereisten Weltgegenden. Eine erste Verarbeitung veröffentlichte Chamisso 1818/19 in "Bemerkungen und Ansichten", wobei sich Aufsatz? und Erzählung durchdringen. "Bemerkungen und Ansichten" erschien eingestreut in die mehrbändige? Reisebeschreibung? Otto von Kotzebues.

Zwei Jahre später veröffentlichte Adelbert von Chamisso darauf aufbauend die Reise um die Welt als Tagebuch und indem er das autobiographische Ich verwendet. In der Einleitung erzählt er von seiner Herkunft, von der Flucht der aristokratischen Familie aus dem Frankreich der Revolution, von seinem Leben in Preußen und von "Peter Schlemihls wundersamer Geschichte".

Manches in der Reise um die Welt klingt romanhaft. Und in der Tat durchdringen sich in dem Buch naturkundliche Beobachtungen und literarische Prosa. Chamisso orientiert sich an Büchern wie "Reise um die Welt" von den Brüdern Forster, Humboldts Schriften über Südamerika oder Bougainvilles Reiseberichten?. Dennoch ist Chamissos Reise um die Welt nicht nur ein Bericht?, was er alles erlebt hat, sondern auch eine politische Stellungnahme des Autors. Er lässt nämlich die Napoleonische Ära, also die Zeitgeschichte, in seinem Buch durchscheinen. So schreibt er über Berlin, über europäische Zeitungen?, die er auf seiner Reise liest, über den europäischen Adel und die gesellschaftliche Struktur der Völker, die er kennenlernt.

Übrigens gibt es von der Expedition Illustrationen, die z. B. einer Ausgabe der Anderen Bibliothek beigegeben wurden. Es sind farbige Lithographien? von Ludwig Choris (1795 - 1828), der aus der Ukraine stammte. Choris war offizieller Maler der Expedition und Naturzeichner. Chamisso erwähnt ihn an vielen Stellen. Zwischen 1821 und 1826 veröffentlichte Choris seine Bilder in Paris.

Auszeichnungen (Auswahl)

Werke (Auswahl)

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